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Lula für vierte Amtszeit als Präsident Brasiliens nominiert

Brasiliens Arbeiterpartei hat Präsident Luiz Inácio Lula da Silva für die Wahl am 4. Oktober 2026 nominiert. Der 80-Jährige bewirbt sich damit zum siebten Mal um das höchste Staatsamt.

São Paulo – 02.08.2026: Luiz Inácio Lula da Silva will Brasilien für eine vierte, nicht unmittelbar anschließende Amtszeit regieren. Die Arbeiterpartei PT nominierte den 80-jährigen Präsidenten am Sonntag auf ihrem Parteitag in São Paulo für die Präsidentschaftswahl am 4. Oktober. Lula bezeichnete sich als gesundheitlich uneingeschränkt bereit für den Wahlkampf. Für den früheren Metallarbeiter und Gewerkschafter ist es die siebte Kandidatur um das höchste Staatsamt.

Die Nominierung beendet eine monatelange Phase, in der Lula seine erneute Bewerbung mehrfach angekündigt hatte, während die formelle Entscheidung seiner Partei noch ausstand. Nach seiner persönlichen Planung soll es die letzte Kandidatur sein. Als Bewerber für die Vizepräsidentschaft ist erneut Geraldo Alckmin vorgesehen. Der 73-Jährige, früher Gouverneur des Bundesstaates São Paulo und heute Industrieminister, war bereits 2022 Lulas Mitkandidat. Das Bündnis öffnete die PT damals für Teile der politischen Mitte und verbreiterte ihre Basis über das linke Lager hinaus.

Lula regierte Brasilien zunächst von 2003 bis 2010 und kehrte nach seinem Wahlsieg von 2022 in den Präsidentenpalast zurück. Die Verfassung erlaubt zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Amtszeiten; seine früheren Mandate stehen einer erneuten Bewerbung daher nicht entgegen. Der PT-Gründer prägt die brasilianische Politik seit den 1980er-Jahren und bleibt trotz seines Alters die zentrale Führungsfigur seiner Partei.

Als wichtigster Bewerber des rechten Lagers tritt Senator Flávio Bolsonaro an, den die Liberale Partei nominiert hat. Der 45-Jährige ist ein Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro und soll dessen Anhängerschaft hinter sich versammeln. Sein Vater kann selbst nicht kandidieren. Er wurde wegen seiner Rolle bei einem Umsturzversuch nach der Wahl von 2022 zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt.

Die Parteitage fallen in eine gesetzlich festgelegte Phase des Wahlkalenders. Parteien und Bündnisse können ihre Kandidatinnen und Kandidaten nach den Vorgaben des Obersten Wahlgerichts vom 20. Juli bis zum 5. August bestimmen. Die anschließende Registrierung bei der Wahljustiz ist davon getrennt. Die Nominierungen von Lula und Flávio Bolsonaro bedeuten somit noch keine abschließende gerichtliche Zulassung ihrer Kandidaturen.

Am 4. Oktober wählen die Brasilianer neben dem Präsidenten auch Gouverneure, Senatoren und Abgeordnete. Erreicht im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen, folgt am 25. Oktober eine Stichwahl. Mit dem Parteitagsbeschluss führt die PT ihren seit Jahrzehnten prägenden Politiker abermals in einen Wahlkampf, der erneut vom Gegensatz zwischen Lula und dem Lager Bolsonaro bestimmt wird.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Tribunal Superior Eleitoral

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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