Umwelt

Macron sagt den Waldbrandgebieten im Südwesten weitere Staatshilfe zu

Präsident Emmanuel Macron hat in Bordeaux den Einsatzkräften gedankt und Unterstützung für Evakuierte, Unternehmen und Landwirte angekündigt. In der Gironde bleibt die Lage trotz einer vorläufigen Stabilisierung angespannt.

Bordeaux – 27.07.2026: Präsident Emmanuel Macron hat den Kampf gegen die schweren Waldbrände im Südwesten Frankreichs als nationale Aufgabe bezeichnet. Nach einer interministeriellen Krisensitzung besuchte er am Montag das Lagezentrum der Feuerwehr in Bordeaux, wo er Einsatzkräfte und kommunale Verantwortliche traf. Frankreich werde diesen Kampf gewinnen, um Menschen, Ortschaften und wirtschaftliche Existenzen zu schützen, sagte der Präsident.

Vorrang hätten der Schutz von Menschenleben und die Eindämmung der Flammen. Macron würdigte Feuerwehrleute, Sicherheitskräfte, Soldaten, Forstbeschäftigte und freiwillige Helfer, die unter schwierigen Wetterbedingungen arbeiteten. Nach Angaben der Einsatzleitung war der Brand in der Gironde am Montagabend vorläufig eingegrenzt, aber noch nicht unter Kontrolle. Steigende Temperaturen und sinkende Luftfeuchtigkeit könnten die Lage am Dienstag, dem 28. Juli, erneut verschärfen.

Besonders betroffen ist das Gebiet um Saumos und Cap-Ferret. Das am 22. Juli ausgebrochene Feuer hat nach Regierungsangaben rund 42.000 Hektar erfasst. Bis Montag mussten etwa 220.000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen, davon 50.000 in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Einer ersten Bilanz zufolge wurden 277 Gebäude zerstört, beschädigt oder von den Flammen erfasst.

Mehr als 2.500 Feuerwehrleute sind im Einsatz, unterstützt von 1.500 Soldaten, 1.200 Polizisten und Gendarmen sowie 450 Freiwilligen anerkannter Zivilschutzorganisationen. Hinzu kommen 18 Luftfahrzeuge. Seit dem 25. Juli unterstützt zudem ein Transportflugzeug vom Typ A400M die Kräfte am Boden mit dem Abwurf von Brandschutzmitteln. Über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union stellten mehrere europäische Staaten weitere Löschflugzeuge und Hubschrauber bereit.

Macron kündigte staatliche Hilfe für die Zeit nach den akuten Einsätzen an. Sie soll die Rückkehr in betroffene Orte erleichtern, Versicherungsfragen klären und wirtschaftlich geschädigte Betriebe unterstützen. Profitieren sollen vor allem Tourismusunternehmen, Händler und Landwirte. Die Regierung will dafür eine eigene wirtschaftliche Krisenstruktur schaffen. Eine spätere Auswertung des Einsatzes sei notwendig, sagte Macron, habe gegenüber der laufenden Gefahrenabwehr jedoch zunächst Nachrang.

Auch im Département Landes bleiben die Brände eine erhebliche Belastung. Das Feuer bei Biscarrosse, das 3.600 Hektar erfasste, gilt inzwischen als eingedämmt. Teile der zuvor evakuierten Bevölkerung durften nach Behördenangaben in gesicherte Gebiete zurückkehren. Am stärksten betroffen bleibt die Gironde, wo die große Brandfläche, die zahlreichen Evakuierungen und die erwartete Wetterverschärfung einen längeren Einsatz erforderlich machen.

Seit Saisonbeginn wurden in Frankreich 13.550 Vegetationsbrände und fast 116.000 Hektar verbrannte Fläche registriert. Die Bilanz übersteigt bereits den außergewöhnlichen Sommer 2022 mit gut 70.000 Hektar. Seit dem 6. Juli wurden bei Ermittlungen zu Brandursachen 162 Menschen festgenommen; fünf von ihnen erhielten nach Regierungsangaben bereits Haftstrafen ohne Bewährung.

Quellen

  • Élysée: Ministerratsbericht zur Waldbrand- und Dürrelage vom 27. Juli 2026
  • Le Monde: Live-Berichterstattung zu Macrons Besuch in Bordeaux am 27. Juli 2026
  • Franceinfo: Bericht über Macrons Besuch in Bordeaux am 27. Juli 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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