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Aktuell · 30.06.2026 08:06

Macron trägt erneut Sonnenbrille wegen Augenbeschwerde bei Besuch des Sultans von Oman

Emmanuel Macron empfing am 29. Juni 2026 den Sultan von Oman im Élysée-Palast und trat erneut mit einer Sonnenbrille auf – ein Hinweis auf anhaltende Augenbeschwerden, wie sein Umfeld bestätigte. Die Wahl seines Accessoires…

Paris – 30.06.2026: Bei der offiziellen Begrüßung des Sultans von Oman, Haïtham ben Tariq, im Élysée-Palast präsentierte sich Präsident Emmanuel Macron erneut mit seiner markanten Sonnenbrille des französischen Modells „Pacific S01“ aus dem Hause Henry Jullien. Ausschlaggebend für das erneute Tragen der Brille sei eine anhaltende Augenbeschwerde, wie aus dem Umfeld des Präsidenten bestätigt wurde. Medizinische Einzelheiten wurden wie schon im Januar nicht veröffentlicht.

Die auffällige Brille fiel bereits im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos auf. Damals trug Macron sie, um eine sichtbare Augenrötung infolge einer oberflächlichen Verletzung zu verdecken. Unterstützt vom Medieninteresse und seiner wiederholten Verwendung englischer Begriffe wie „for sure“ wurde das Modell schlagartig bekannt. Nun scheint Macrons wiederholter Einsatz des Accessoires sowohl die politische Bühne als auch die Mode- und Brillenbranche zu beeinflussen.

Am 29. Juni trug Macron die Sonnenbrille nicht nur beim offiziellen Empfang des Sultans, sondern auch während der anschließenden Dialoge und bei einer Vertragsunterzeichnung. Selbst während eines bilateralen Wirtschaftsforums in Paris blieb die Brille Bestandteil seines Outfits. Die erneute Verwendung löste erneut Berichterstattung aus und rief Erinnerungen an den „Brillen-Buzz“ im Winter hervor.

Das Modell „Pacific S01“ wird von Henry Jullien im Jura hergestellt und sticht durch sein exklusives Design sowie die ursprünglich von Dalloz Créations gefertigten Gläser hervor. Das Unternehmen Dalloz, einst spezialisiert auf hochwertige Brillengläser, meldete im Juni dieses Jahres Insolvenz an. Trotz des bekannten Kunden konnte das Unternehmen dem wirtschaftlichen Druck nicht standhalten; der Umsatz sank zwischen 2023 und 2025 deutlich. Die Gläser bezieht der Hersteller nun vom italienischen Unternehmen Divel, was die Produktion und Verfügbarkeit jedoch nicht einschränkt. Die Jahresproduktion bleibt limitiert und betont den exklusiven Charakter des Modells.

Die erneute mediale Aufmerksamkeit rund um Macrons Sonnenbrille bietet Henry Jullien die Chance, seine Marke weiterhin prominent zu positionieren – eine eigentümliche Wechselwirkung zwischen politischen Ereignissen und marktrelevanter Wahrnehmung. Während Henry Jullien vom öffentlichen Interesse profitiert, zeigen sich die Herausforderungen wirtschaftlicher Instabilität bei Zulieferern wie Dalloz Créations. Gerade im Bereich der französischen Luxusgüter werden verlässliche Produktionsketten und spezialisiertes regionales Handwerk zunehmend von Strukturkrisen bedroht.

Auch aus kommunikationspolitischer Perspektive erweist sich, wie ein diagnostisches Accessoire in ein politisches Symbol umschlagen kann, das neben gesundheitlicher Diskretion auch wirtschaftliche Reaktionen auslöst. Die Situation wirft einen Blick auf die Verflechtung von persönlichem Stil öffentlicher Personen, unternehmerischen Entwicklungen und institutioneller Selbstdarstellung im aktuellen Frankreich.

Quellen

  • Le Progrès
  • Boursorama/AFP
  • Le Dauphiné libéré
  • BFM Business
  • franceinfo

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