Politik & Gesellschaft

Macron versammelt Ukraine-Unterstützer in Paris

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt am 13. Juli in Paris an einem Gipfel der Koalition der Willigen teil. Frankreich will militärische Hilfe, Sanktionen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine enger abstimmen.

Paris – 13.07.2026: Frankreich empfängt am Montag die Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen zu einem Ukraine-Gipfel. Präsident Emmanuel Macron hat die Zusammenkunft am Vorabend des französischen Nationalfeiertags einberufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird persönlich teilnehmen. Nach Angaben des Elysée-Palasts soll das Treffen die Unterstützung für Kiew festigen und den Druck auf Russland erhöhen.

Erwartet werden rund 25 Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter europäischer Institutionen und der Nato. Zu den Teilnehmern sollen neben Selenskyj auch führende Politiker aus Deutschland, Grossbritannien, Italien und Spanien gehören. Die französische Präsidentschaft nutzt damit die Pariser Begegnung, um die wichtigsten europäischen Unterstützer der Ukraine vor den Feierlichkeiten zum 14. Juli politisch sichtbar zusammenzuführen.

Die Koalition der Willigen ist eine von Frankreich und dem Vereinigten Königreich angestossene politische Gruppe. Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums wurde sie am 17. Februar 2025 ins Leben gerufen und umfasst 35 Staaten. Ihr Ziel ist, der Ukraine während des russischen Angriffskriegs militärisch und politisch beizustehen und ihr nach einer möglichen Einstellung der Kampfhandlungen belastbare Sicherheitszusagen zu geben.

Im Mittelpunkt der Beratungen stehen somit nicht allein neue Waffenhilfen. Die Teilnehmer wollen auch über die praktische Vorbereitung multinationaler Sicherheitsvorkehrungen sprechen. Frankreich und seine Partner hatten in den vergangenen Monaten wiederholt erklärt, dass ein Waffenstillstand nicht ohne Mechanismen zur Überwachung, zur Unterstützung der ukrainischen Armee und zur Abschreckung weiterer russischer Angriffe tragfähig wäre.

Die Debatte über mögliche europäische Kräfte in der Ukraine bleibt dabei an strikte Bedingungen gebunden. Eine solche Präsenz wäre nach der bisherigen französischen Linie erst nach einem Friedensabkommen oder einem belastbaren Waffenstillstand denkbar. Sie soll nicht den unmittelbaren Kampfeinsatz gegen Russland bedeuten, sondern Ausbildungs-, Sicherungs- und Unterstützungsaufgaben übernehmen. Konkrete Beschlüsse hierzu sind vor Beginn des Gipfels nicht bekannt.

Macron verknüpft die Pariser Beratungen zudem mit der Frage nach wirtschaftlichem Druck auf Moskau. Bereits bei früheren Treffen der Koalition verlangten Frankreich, Grossbritannien und Deutschland eine stärkere Einschränkung der russischen Kriegswirtschaft. Dazu zählen Sanktionen, die Bekämpfung von Umgehungsgeschäften und Maßnahmen gegen Einnahmen aus dem Energiehandel. Für Kiew bleibt entscheidend, dass politische Zusagen durch verlässliche Lieferungen und langfristige Finanzierung ergänzt werden.

Das Treffen findet in einer Phase statt, in der europäische Regierungen ihre Rolle bei den Sicherheitsgarantien für die Ukraine präzisieren wollen. Der Gipfel ersetzt keine Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau. Er soll jedoch die Verhandlungsposition der Ukraine stützen und zeigen, dass die europäischen Partner ihre sicherheitspolitische Verantwortung auch bei einem möglichen Ende der Kampfhandlungen nicht an andere Akteure delegieren wollen.

Quellen

  • Elysee-Palast
  • Franzoesisches Verteidigungsministerium
  • Le Parisien
  • Offizielles Praesidialamt der Ukraine

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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