Politik & Gesellschaft

Macron wirbt bei Trump für Schritte gegen hohe Ölpreise

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Donald Trump über die Straße von Hormus, zusätzliche Ölmengen und den Schutz saudischer Energieanlagen beraten. Konkrete Vereinbarungen wurden zunächst nicht bekannt.

New York – 22.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump mehrere diplomatische und energiepolitische Schritte zur Eindämmung der stark gestiegenen Ölpreise vorgeschlagen. Nach dem rund halbstündigen Gespräch am Montag im Trump Tower in New York sprach Macron von einer sehr konstruktiven Unterredung. Beide Seiten hätten den Willen bekräftigt, die Straße von Hormus wieder für den Handel zu öffnen und zusätzliche Ölmengen auf den Markt zu bringen.

Macron zufolge wurden Lösungen erörtert, die auch ohne umfassende politische Einigung mehr Tankern und Containerschiffen die Passage durch die Meerenge ermöglichen könnten. Frankreich will mit den Vereinigten Staaten und weiteren Partnern auf eine Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen hinarbeiten. Sie soll die Freiheit der Schifffahrt in Hormus absichern und den Mitgliedstaaten eine Grundlage geben, den zivilen Seeverkehr zu schützen, während Washington und Teheran über ihre weiteren Konflikte verhandeln.

Die Straße von Hormus ist für den globalen Energiemarkt von zentraler Bedeutung. Nach Macrons Angaben passieren die Meerenge rund 20 Prozent des weltweiten Handels mit Öl und Gas. Störungen auf dieser Route treiben daher die Preise für Rohöl und Flüssiggas sowie die Transportkosten. Für Frankreich hat die Entwicklung unmittelbare innenpolitische Folgen: Höhere Importpreise verteuern Kraftstoffe und Heizenergie und belasten die Produktionskosten der Unternehmen.

Ein weiterer Vorschlag betrifft die saudischen Ausfuhrwege am Roten Meer. Paris sei bereit, sich an einer rein defensiven Sicherung von Energieanlagen zu beteiligen, die von den Huthi-Rebellen angegriffen worden seien. Macron nannte die Hafenstadt Yanbu und die Ost-West-Pipeline, über die saudisches Rohöl zum Roten Meer transportiert werden kann. Die Leitung ist eine wichtige Ausweichroute, falls Lieferungen durch Hormus beeinträchtigt sind.

Nach französischer Darstellung soll der Schutz dieser Infrastruktur keine Beteiligung am Konflikt mit den Huthi bedeuten. Die Regierung verbindet die Sicherheit am Roten Meer und in Hormus jedoch mit derselben wirtschaftlichen Aufgabe: Lieferwege sollen offenbleiben, ohne eine weitere militärische Eskalation auszulösen. Ausfälle von Anlagen und Schifffahrtsrouten verringern die verfügbaren Exportmengen und erhöhen den Druck auf die internationalen Energiepreise.

Macron und Trump sprachen außerdem über den Krieg in der Ukraine. Der französische Präsident warb für eine schnellere Lieferung von Abfangraketen an Kiew und brachte ein Moratorium für Angriffe auf Energieanlagen ins Gespräch. Ob dies ebenfalls ukrainische Angriffe auf russische Infrastruktur umfassen könnte, blieb offen. Macron wollte den Vorschlag anschließend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erörtern.

Die Gespräche knüpfen an Vorschläge an, die Macron am 18. September in Paris vorgestellt hatte. Frankreich drängt auf ein abgestimmtes Vorgehen bei strategischen Reserven, zusätzliche Raffineriekapazitäten, alternative Bezugswege und einen Energiegipfel der Gruppe der Sieben. Verbindliche Vereinbarungen brachte das Treffen in New York zunächst nicht hervor.

Quellen

  • Franceinfo
  • AFP
  • Élysée-Palast
  • Anadolu Ajansı
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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