Kultur

Macron zeichnet Scorsese und De Niro mit der Ehrenlegion aus

Frankreichs Präsident hat Martin Scorsese und Robert De Niro in New York geehrt. Die Auszeichnung verbindet französische Kulturdiplomatie mit dem Einsatz für Filmerbe und unabhängiges Kino.

New York – 23.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Regisseur Martin Scorsese und den Schauspieler Robert De Niro am Dienstagabend in New York mit der Ehrenlegion ausgezeichnet. Die Zeremonie fand in der Villa Albertine statt, der französischen Kulturresidenz in Manhattan. Macron hielt sich anlässlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen in der Stadt auf.

Scorsese erhielt den Rang eines Großoffiziers der Ehrenlegion. Gewürdigt wurde der 83-Jährige für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Bewahrung des internationalen Filmerbes und das unabhängige Kino. Dieses Engagement reicht weit über sein eigenes Werk hinaus: Mit Initiativen zur Restaurierung und Wiederaufführung gefährdeter Filme setzt sich Scorsese seit Langem dafür ein, Werke aus unterschiedlichen Ländern und Epochen zugänglich zu halten.

Robert De Niro, ebenfalls 83 Jahre alt, wurde zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Frankreich würdigte damit seinen Einsatz für Filmbildung und unabhängige audiovisuelle Produktionen. De Niro und Scorsese verbindet eine der prägendsten künstlerischen Partnerschaften des amerikanischen Kinos. Gemeinsam drehten sie zehn Spielfilme, darunter „Taxi Driver“ und „Goodfellas“, der in Frankreich unter dem Titel „Les Affranchis“ bekannt ist.

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörte nach Medienberichten auch Leonardo DiCaprio. Der Schauplatz gab der Zeremonie eine kulturpolitische Dimension. Die Villa Albertine ist ein Instrument der französischen Kulturdiplomatie in den Vereinigten Staaten. Mit Residenzen und Austauschprogrammen bringt sie Kunst- und Kulturschaffende sowie Fachleute aus der Wissenschaft mit amerikanischen Einrichtungen und Netzwerken zusammen.

Die Ehrungen knüpfen an den von Macron am 7. September 2026 in Saint-Paul-de-Vence eröffneten Lumière-Gipfel an. Dort berieten Filmschaffende und Branchenvertreter aus zahlreichen Ländern über die Finanzierung des unabhängigen Kinos, die Marktmacht großer digitaler Plattformen und die Folgen generativer künstlicher Intelligenz für kreative Berufe.

Scorsese gehörte dem internationalen Rat der Initiative an, konnte jedoch nicht persönlich nach Südfrankreich reisen. Seine Mitwirkung verlieh dem Treffen besonderes Gewicht, da er weltweit als Verfechter des Filmerhalts gilt. Nach Angaben des Élysée-Palasts soll aus dem Gipfel ein dauerhaftes internationales Netzwerk zur Unterstützung des unabhängigen Films entstehen.

Macrons Auftritt verband die Würdigung zweier Künstler mit einer langjährigen französischen Kulturpolitik. Frankreich behandelt den Film als Bestandteil kultureller Eigenständigkeit und unterstützt Produktion, Verleih sowie Kinos mit öffentlichen Förderinstrumenten. Mit den Orden für Scorsese und De Niro ehrte der Präsident zwei amerikanische Künstler, deren Arbeit eng mit dieser Vorstellung von Filmkultur verbunden ist.

Quellen

  • Franceinfo
  • Europe 1 mit Agence France-Presse
  • Élysée-Palast: Lumière-Gipfel
  • Élysée-Palast: Ehrenämter des Präsidenten

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).