Politik & Gesellschaft

Mann nach Einbruchsversuch im Musée Nissim de Camondo festgenommen

Ein Mann ist in das wegen Bauarbeiten geschlossene Musée Nissim de Camondo in Paris eingedrungen. Der Alarm vereitelte den mutmaßlichen Einbruch; nach bisherigen Erkenntnissen fehlt kein Kunstwerk.

Paris – 04.10.2026: Nach einem Einbruchsversuch im Musée Nissim de Camondo im achten Pariser Arrondissement ist ein Mann festgenommen worden. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte, war der Verdächtige in das derzeit geschlossene Museum eingedrungen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde kein Kunstwerk entwendet.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend, dem 3. Oktober. Den Ermittlern zufolge soll der Mann über die rückwärtigen Gärten auf das Gelände an der Rue de Monceau gelangt sein. Anschließend habe er eine Fensterscheibe eingeschlagen und sich so Zutritt zu dem Gebäude verschafft. Das Museum ist wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten für Besucher geschlossen.

Eine Sicherheitsfirma bemerkte den Einbruch und alarmierte die Polizei. Nach einem Bericht der Zeitung Le Parisien wurden die Einsatzkräfte gegen 22.30 Uhr verständigt. Ein Sicherheitsmitarbeiter habe die Beamten vor Ort über ausgelöste Alarmmelder in einem Bereich informiert, in dem besonders wertvolle Bestände verwahrt werden. Die Polizei nahm den Verdächtigen anschließend fest. Weitere Angaben zu seiner Person wurden nicht veröffentlicht; nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wurde er 1998 geboren.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen versuchten Einbruchdiebstahls ein. Zuständig ist das Polizeikommissariat des achten Arrondissements. Ob der Mann sich bereits zu den Vorwürfen geäußert hat, blieb zunächst offen. Auch zu möglichen Spuren am Tatort, zur Dauer seines Aufenthalts im Gebäude und zu seinem mutmaßlichen Vorgehen machten die Behörden keine näheren Angaben.

Das Musée Nissim de Camondo liegt am Parc Monceau und zählt zu den bedeutenden historischen Privatsammlungen der französischen Hauptstadt. Das ehemalige Stadtpalais beherbergt Möbel, Kunsthandwerk, Porzellan und Einrichtungsgegenstände aus dem 18. Jahrhundert. Die Räume sind weitgehend so gestaltet, wie sie der Sammler Moïse de Camondo für seine Sammlung einrichten ließ. Verwaltet wird das Haus von der Institution Les Arts Décoratifs.

Seit Ende 2024 ist das Museum für eine umfassende Sanierung geschlossen. Die Arbeiten betreffen damit ein Gebäude, in dem neben der historischen Innenausstattung auch wertvolle Sammlungsstücke geschützt werden müssen. Die Wiedereröffnung war zunächst früher vorgesehen, wurde jedoch auf das Jahr 2030 verschoben.

Der Einbruchsversuch berührt daher neben den strafrechtlichen Ermittlungen auch die Sicherung eines geschlossenen Museums während langjähriger Bauarbeiten. Hinweise auf Mittäter oder eine Verbindung zu anderen Einbrüchen in französische Museen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Nach dem am Sonntag veröffentlichten Ermittlungsstand blieb der Bestand des Musée Nissim de Camondo unversehrt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Pariser Staatsanwaltschaft über AFP und Dernières Nouvelles d'Alsace
  • Le Parisien
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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