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Marokko benennt Schnellstraße nach Donald Trump

Die 1.055 Kilometer lange Verbindung zwischen Tiznit und Dakhla heißt nun Donald J. Trump Highway. Die politisch aufgeladene Ehrung verweist auf Trumps Unterstützung für Marokkos Anspruch auf die Westsahara.

Dakhla – 02.08.2026: Marokko hat die Schnellstraße zwischen Tiznit und Dakhla nach US-Präsident Donald Trump benannt. Die 1.055 Kilometer lange Verbindung trägt nun den Namen Donald J. Trump Highway. Trump bedankte sich am 26. Juli auf seiner Plattform Truth Social bei König Mohammed VI. und bezeichnete die Namensgebung als große Ehre.

Die Verkehrsachse verläuft von Tiznit im Süden Marokkos über Guelmim, Tan-Tan und Laayoune bis nach Dakhla. Sie folgt weitgehend der Atlantikküste und durchquert die Westsahara, die Marokko größtenteils kontrolliert und als Teil seines Staatsgebiets beansprucht. Nach Angaben marokkanischer Medien wurde das Infrastrukturprojekt seit 2015 von mehreren Ministerien und den beteiligten Regionen vorbereitet. König Mohammed VI. bezeichnete die Trasse in einem Schreiben als längste Straßeninfrastruktur Afrikas.

Die Benennung ist politisch aufgeladen, weil Trump die marokkanische Position im Westsahara-Konflikt seit seiner ersten Amtszeit unterstützt. Seine damalige Regierung erkannte am 10. Dezember 2020 Marokkos Souveränität über das Gebiet an. Rabat wertete die Entscheidung als bedeutenden diplomatischen Erfolg. Sie erfolgte im Zusammenhang mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Marokko und Israel.

Der völkerrechtliche Status der Westsahara bleibt gleichwohl ungeklärt. Die Vereinten Nationen führen das Gebiet weiterhin als Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung und behandeln den Konflikt als Dekolonisierungsfrage. Sie streben eine gerechte, dauerhafte und von den Konfliktparteien akzeptierte politische Lösung an, die das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung berücksichtigt. Die Unabhängigkeitsbewegung Polisario lehnt Marokkos Anspruch auf das Gebiet ab.

Die Straße verbindet mehrere wirtschaftlich wichtige Küstenorte mit Dakhla, einem Hafen- und Tourismusstandort im Süden des von Marokko verwalteten Gebiets. Medienberichte beziffern die Kosten des Vorhabens auf umgerechnet rund eine Milliarde Euro. Die Regierung in Rabat betrachtet die Verbindung als Bestandteil ihrer Strategie, die südlichen Gebiete enger an das nationale Verkehrsnetz anzubinden und den Warenverkehr entlang der Atlantikküste zu erleichtern.

Eine ausführliche amtliche Erklärung des marokkanischen Königshauses zur Namensänderung war am 2. August auf dessen Internetseite nicht auffindbar. Trumps öffentliche Danksagung sowie Berichte marokkanischer und internationaler Medien belegen jedoch, dass die Bezeichnung verwendet wird. Damit verbindet Rabat ein großes Infrastrukturprojekt ausdrücklich mit der Würdigung jenes US-Präsidenten, der Marokkos Gebietsanspruch diplomatisch aufgewertet hat. Die Vereinten Nationen führen die Westsahara weiterhin auf ihrer Liste der Hoheitsgebiete ohne Selbstregierung.

Quellen

  • Franceinfo
  • ANSA
  • Médias24
  • Vereinte Nationen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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