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Maskierte Migrationsgegner blockieren Häfen in Dover und Portsmouth

Nach Protesten gegen irreguläre Einreisen an der englischen Südküste hat die britische Regierung Ermittlungen angekündigt. In Dover und Portsmouth kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und großen Polizeieinsätzen.

Portsmouth – 08.09.2026: Maskierte Demonstranten haben am Wochenende in Dover und Portsmouth Zufahrten zu Hafenanlagen blockiert. Sie behinderten damit den Verkehr und den Transport neu angekommener Migranten. Die britische Regierung erklärte am Montag im Unterhaus, die Polizei prüfe mögliche Straftaten. Festnahmen gab es nach den bislang veröffentlichten Angaben weder in Dover noch in Portsmouth.

Am Samstag, 05.09.2026, versammelten sich gegen 7.30 Uhr rund 150 Menschen am Hafen von Dover. Viele hatten ihre Gesichter bedeckt. Nach Darstellung des britischen Innenministeriums war die Kundgebung nicht angemeldet. Die Polizei von Kent rückte an; erst nach mehreren Stunden löste sich die Menge auf. Anschließend war der Hafenzugang wieder vollständig passierbar.

Die Blockade traf einen empfindlichen Verkehrsknoten. Dover ist der wichtigste britische Fährhafen für Verbindungen zum europäischen Kontinent und wird täglich von Reisenden sowie vom Güterverkehr genutzt. Dovers Bürgermeisterin Bekah Dawes erklärte, die Sperrung der A20 und der Hafenzufahrten habe Beschäftigte nach ihren Nachtschichten, örtliche Unternehmen und Anwohner beeinträchtigt. Das Auftreten der vermummten Teilnehmer bezeichnete sie als einschüchternd.

In Portsmouth verschärfte sich die Lage in der Nacht zum Montag. Ein Boot mit etwa 120 Menschen erreichte nach Angaben des Innenministeriums britische Gewässer nahe der Isle of Wight. Die Royal National Lifeboat Institution brachte es unter Leitung der Küstenwache zur Eastney Marina im Raum Portsmouth. Von dort sollten drei Reisebusse die Neuankömmlinge zur weiteren behördlichen Bearbeitung bringen.

Gegen 20 Uhr erschienen laut Regierung mehr als 200 Protestierende am Hafen. Ein Teil der Menge versuchte, die Abfahrt der Busse zu verhindern. Die Polizei von Hampshire und der Isle of Wight ordnete die Auflösung der Ansammlung an. Wegen des aggressiven Verhaltens einzelner Teilnehmer setzte sie Schlagstöcke und Reizstoffspray ein. Erst gegen 4 Uhr am Montagmorgen zerstreuten sich die Demonstranten; danach konnten die Busse abfahren.

Die Polizeibeauftragte für Hampshire und die Isle of Wight, Donna Jones, sprach von einem ungewöhnlich großen Einsatz, der Hunderte Beamte über Stunden gebunden habe. Sie verwies auf das Recht zu friedlichem Protest, kritisierte jedoch die einschüchternde Wirkung vermummter Gruppen. Die Regierung dankte den Einsatzkräften und kündigte einen schnelleren Austausch der Erkenntnisse aus beiden Vorfällen zwischen den Polizeibehörden an.

Die Proteste verschärfen die britische Debatte über Überfahrten durch den Ärmelkanal. Nach Angaben des Innenministeriums lag die Zahl der Ankünfte in kleinen Booten 2026 bislang mehr als 43 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Sommer sei der niedrigste Stand seit 2020 verzeichnet worden. Die Ankunft eines Bootes mit mehr als hundert Menschen westlich der üblichen Routen wertete die Regierung dennoch als sicherheitspolitisches Warnsignal.

Quellen

  • Franceinfo
  • Britisches Innenministerium
  • Stadtverwaltung Dover
  • Polizeibeauftragte für Hampshire und die Isle of Wight

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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