Marseille – 21.10.2026: Nach den heftigen Regenfällen im Westen des Départements Bouches-du-Rhône haben die Rettungskräfte mehr als 1.100 Einsätze registriert. Der Feuerwehr- und Rettungsdienst SDIS 13 teilte am Mittwoch mit, dass während der kritischsten Stunden rund 700 Feuerwehrleute im Einsatz waren. Mehr als 30 Gemeinden im Gebiet zwischen Martigues, Istres und Saint-Martin-de-Crau waren demnach betroffen.
Nachdem die stärksten Niederschläge nachgelassen haben, konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf die Folgen der Überschwemmungen. Sie kontrollieren überflutete Gebäude, pumpen Wasser ab und sichern gefährdete Einrichtungen. Am Mittwochvormittag erkundeten Feuerwehrleute zudem weiterhin schwer zugängliche Gebiete. Dort prüfen sie Straßen, Grundstücke und Häuser auf Schäden durch das Wasser. Für Bewohner geht es nun auch darum, ob ihre Wohnungen und Zufahrten gefahrlos genutzt werden können.
In Saint-Martin-de-Crau blieb die Verkehrslage schwierig. Die örtlichen Maßnahmen zielen vor allem darauf, gefährliche Strecken zu sichern und Zufahrten für Feuerwehr, medizinische Hilfe und kommunale Dienste freizuhalten. Überflutete oder beschädigte Fahrbahnen sollen nicht befahren werden, solange ihre Stabilität nicht überprüft worden ist. Auch nach dem Rückgang des Wassers können unterspülter Untergrund, Schlamm und angeschwemmte Gegenstände den Verkehr behindern.
Der außergewöhnlich starke Regen hatte in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober rasche Überflutungen ausgelöst. Météo-France hatte zuvor vor intensiven Niederschlägen und möglichen Sturzfluten im Languedoc, im Gard und in Teilen der Provence gewarnt. Das Niederschlagsgebiet verlagerte sich anschließend nach Osten und traf die Bouches-du-Rhône mit großer Wucht. Der SDIS 13 bezeichnete das Ereignis wegen seiner räumlichen Ausdehnung, seiner Dauer und seiner Intensität als außergewöhnlich.
In Saint-Mitre-les-Remparts wurde am Dienstag ein 75 Jahre alter Mann von den Wassermassen mitgerissen. Er wurde später in Istres tot aufgefunden. Die Gemeinde aktivierte ihren kommunalen Notfallplan, richtete eine Anlaufstelle für Betroffene ein und sperrte mehrere Straßen. Kommunale Betreuungseinrichtungen blieben wegen der Gefahrenlage und der Verkehrsbehinderungen geschlossen.
Die große Zahl der Einsätze umfasst damit sowohl akute Rettungsmaßnahmen während der Unwetter als auch die anschließende Sicherung der betroffenen Orte. Feuerwehrleute und kommunale Dienste unterstützen Einwohner, deren Häuser, Grundstücke oder Zufahrten beschädigt wurden. Zugleich müssen die Behörden klären, welche Straßen wieder freigegeben werden können. Nach Angaben des SDIS 13 dauerten die Erkundungs-, Pump- und Sicherungsarbeiten am Mittwoch weiter an.
Quellen
- Franceinfo
- SDIS 13 über Maritima
- Météo-France
- Stadtverwaltung Saint-Mitre-les-Remparts
- TF1 Info
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).