Susch – 11.09.2026: Auf einer Alpenstraße im Schweizer Kanton Graubünden ist ein Reisebus mit niederländischen Urlaubern verunglückt. Nach Angaben der Kantonspolizei kamen mehrere Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 10. September, auf der Verbindung zwischen Susch und Zernez im Engadin. Eine genaue Zahl der Opfer gaben die Behörden zunächst nicht bekannt.
Nach den bislang vorliegenden Informationen war der Bus allein unterwegs. Das Fahrzeug prallte gegen eine Leitplanke und kippte anschließend um. Hinweise darauf, dass ein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war, lagen zunächst nicht vor. Weshalb der Reisebus von der Fahrbahn abkam, wird untersucht. Zu möglichen Ursachen äußerte sich die Polizei vorerst nicht.
Die Rettungskräfte rückten mit einem großen Aufgebot an. Mehrere Rettungswagen und Hubschrauber wurden zur Unfallstelle entsandt. Fernsehbilder aus der Schweiz zeigten den Reisebus auf der Seite neben der Straße; Einsatzkräfte arbeiteten in steilem alpinem Gelände. Die Verbindung zwischen Susch und Zernez verläuft durch das Unterengadin, unweit des Schweizerischen Nationalparks. Die topografischen Verhältnisse erschwerten den Einsatz zusätzlich.
Nach Angaben des niederländischen Reisebranchenverbands ANVR befanden sich 48 Fahrgäste in dem Bus. Der Verband äußerte sich im Namen des Reiseveranstalters Oad, bei dem die Urlauber gebucht hatten. Die Gruppe hatte ihre Reise demnach am Montag begonnen und hielt sich zunächst in Österreich auf. Am Donnerstag unternahmen die Reisenden einen Ausflug in die Schweiz.
Die Kantonspolizei Graubünden wollte am Donnerstagabend keine genaueren Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten machen. Ein Sprecher begründete dies damit, dass zunächst die Angehörigen informiert werden müssten. Auch Namen, Alter und Herkunft einzelner Betroffener wurden nicht veröffentlicht. Bei schweren Unglücken geben Behörden nähere Angaben gewöhnlich erst dann bekannt, wenn die Opfer identifiziert und ihre Familien benachrichtigt worden sind.
Der Reiseveranstalter und der Branchenverband standen nach eigenen Angaben mit den zuständigen Stellen in Verbindung. Für Angehörige aus den Niederlanden bedeutete die ausstehende Opferbilanz zunächst quälende Ungewissheit. Zugleich mussten die Schweizer Behörden die Rettungsarbeiten, die Identifizierung der Betroffenen und die Untersuchung des Unfallorts koordinieren.
Die Ermittler sicherten auf dem Straßenabschnitt zwischen Susch und Zernez Spuren, um den Ablauf des Unglücks zu rekonstruieren. Eine bestätigte Gesamtzahl der Toten und Verletzten sowie ein abschließendes Ergebnis zur Unfallursache lagen am Morgen des 11. September noch nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- Kantonspolizei Graubünden laut Franceinfo
- Associated Press
- Reuters
- ANVR, niederländischer Reisebranchenverband
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).