Kumamoto – 29.07.2026: Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf mindestens 13 gestiegen. Das Beben erschütterte am Dienstag, 28. Juli, die Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, weitere galten am Mittwoch als vermisst. Rettungskräfte suchten in eingestürzten Gebäuden und unter Trümmern nach Überlebenden.
Besonders schwer betroffen ist ein Einkaufszentrum in der Stadt Kashima. Dort brach nach Angaben von Feuerwehr und Medien ein Teil des zweiten Stockwerks zusammen. Zuvor soll sich eine Explosion ereignet haben, die möglicherweise auf austretendes Gas zurückzuführen war. Ob das Leck durch das Erdbeben verursacht wurde und wie viele Menschen sich noch in dem Gebäudeteil befanden, war zunächst unklar. Die Bergungsarbeiten galten wegen instabiler Gebäudeteile als schwierig.
Auch Wohnhäuser, Verkehrswege und Versorgungsnetze wurden beschädigt. Der Betrieb einiger Hochgeschwindigkeitszüge wurde ausgesetzt, an mehreren Flughäfen kam es zu Einschränkungen. Nach Regierungsangaben waren am Mittwoch rund 36.900 Haushalte ohne Strom, etwa 9.500 Haushalte hatten kein Gas. In Teilen des betroffenen Gebiets funktionierten zudem die Kommunikationsverbindungen nur eingeschränkt. Solche Ausfälle erschweren es den Behörden, das Ausmaß der Schäden rasch zu erfassen und Vermisstenmeldungen zu prüfen.
Mehr als 9.000 Menschen verließen nach Angaben der Regierung ihre Wohnungen und wurden in über 500 Notunterkünften aufgenommen. Dort ergänzten die Behörden die Stromversorgung, damit angesichts der sommerlichen Temperaturen Klimaanlagen betrieben werden konnten. Zugleich wurden die Bewohner beschädigter Häuser davor gewarnt, Gebäude ohne Freigabe erneut zu betreten. Nach starken Erdbeben können Nachbeben bereits geschwächte Konstruktionen zum Einsturz bringen.
Für die Küsten am Ariake-Meer und am Yatsushiro-Meer war zunächst eine Tsunamiwarnung vor Wellen von bis zu etwa einem Meter ausgegeben worden. Sie wurde noch am Dienstag aufgehoben. Die Regierung hatte die Bevölkerung zuvor aufgefordert, Küstenbereiche zu meiden und den Anweisungen der örtlichen Katastrophenschutzbehörden zu folgen.
Die Stärke des Bebens wurde je nach Messdienst unterschiedlich angegeben. Internationale Stellen nannten zunächst eine Magnitude von 7,1, andere Messungen später einen Wert von 6,8. Die japanischen Behörden registrierten in Kumamoto die höchste Stufe 7 auf der nationalen Skala für die lokale Erschütterungsintensität. Diese Skala beschreibt nicht die freigesetzte Energie, sondern die Stärke der Erschütterungen an einem bestimmten Ort. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi kündigte an, alle verfügbaren Kräfte für Suche und Rettung einzusetzen.
Quellen
- Associated Press
- Kantei – Amt des japanischen Ministerpräsidenten
- US Tsunami Warning System
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).