Umwelt

Mindestens 273 Tote nach Flutkatastrophe an Nepals Grenze zu China

Nach Überschwemmungen und Erdrutschen im Grenzgebiet von Nepal und China werden mehr als 1.300 Menschen vermisst. Auch mehrere französische Staatsangehörige sind nicht erreichbar.

Nuwakot – 27.08.2026: Nach der schweren Flut- und Erdrutschkatastrophe im Grenzgebiet zwischen Nepal und China haben die Behörden am Donnerstag mindestens 273 Tote und mehr als 1.300 Vermisste gemeldet. Besonders betroffen sind abgelegene Bergtäler und Verkehrswege nahe der tibetischen Grenze. Rettungskräfte suchen in Schlammfeldern, an Flussufern und in zerstörten Siedlungen nach Überlebenden.

Auf nepalesischer Seite gelten nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde 823 Menschen als vermisst. Chinesische Staatsmedien meldeten weitere 558 Vermisste in der Grenzregion um Gyirong. Unter den Betroffenen sind zahlreiche ausländische Reisende. Die Zahlen können sich noch verändern, weil viele Orte schwer erreichbar und Kommunikationsverbindungen in den Tälern unterbrochen sind.

Die Wassermassen waren am Mittwoch, dem 26. August, durch die Bergregion gerast. Berichte aus dem Katastrophengebiet schildern, wie Geröll, Erde und Wasser Straßen abschnitten, Häuser beschädigten und Fahrzeuge mitrissen. Im nepalesischen Distrikt Nuwakot wurden Verletzte mit Baumaschinen und anderen verfügbaren Fahrzeugen aus gefährdeten Gebieten gebracht. Instabile Hänge und verschüttete Zugänge erschweren die Suche.

Das französische Außenministerium teilte am 27. August mit, mehrere Französinnen und Franzosen hätten sich bislang weder bei ihren Familien noch bei den Behörden gemeldet. Diplomatische Teams und die zuständigen Botschaften stünden mit den örtlichen Stellen in Verbindung. Zudem würden Personen kontaktiert, die ihren Aufenthalt über das Warnsystem Fil d'Ariane registriert hätten. Die Familien der Vermissten würden betreut.

In Medienberichten war von vier vermissten französischen Touristen die Rede. Das Außenministerium bestätigte diese Zahl jedoch nicht. Es erklärte lediglich, mehrere französische Staatsangehörige seien noch nicht erreichbar; die Bemühungen um ihre Lokalisierung dauerten an. Eine fehlende Kontaktaufnahme ist angesichts zerstörter Verkehrswege und ausgefallener Kommunikationsverbindungen kein gesicherter Hinweis auf das Schicksal der Betroffenen.

Die Vereinten Nationen stellten zwei Millionen Dollar für erste Hilfsmaßnahmen bereit. Benötigt werden medizinische Versorgung, Notunterkünfte, Trinkwasser und Unterstützung für Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten. Helfer und Behörden versuchen zugleich, von der Außenwelt abgeschnittene Orte zu erreichen und sichere Wege für Evakuierungen zu schaffen. In dem gebirgigen Gelände hängt das Tempo der Einsätze wesentlich davon ab, ob Straßen und Brücken passierbar sind.

In Nepal treten während der Monsunzeit von Juni bis Oktober regelmäßig Überschwemmungen und Erdrutsche auf. Steile Hänge, tief eingeschnittene Täler und eine vielerorts empfindliche Verkehrsinfrastruktur verschärfen häufig die Folgen. Die Katastrophe vom 26. August traf jedoch binnen kurzer Zeit außergewöhnlich viele Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Die französische Regierung rief Reisende im betroffenen Gebiet dazu auf, den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen.

Quellen

  • Franceinfo
  • France Diplomatie
  • Le Monde
  • Agence France-Presse

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels