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Mindestens 30 Regierungssoldaten bei Huthi-Angriffen im Jemen getötet

Raketen- und Drohnenangriffe auf Militärlager in Marib und Hadramaut haben nach Angaben jemenitischer Regierungsvertreter mindestens 30 Soldaten getötet. Die Attacken markieren eine schwere Eskalation an den seit 2022 weitgehend ruhigen Fronten.

Marib – 06.08.2026: Bei Angriffen der Huthi auf Lager der international anerkannten jemenitischen Regierung sind nach Angaben von Regierungsvertretern mindestens 30 Soldaten getötet und mindestens 50 weitere verletzt worden. Die Attacken trafen am Donnerstag militärische Stellungen in den zentralen und östlichen Provinzen Marib und Hadramaut. Die Huthi bekannten sich zu den Einsätzen.

Die jemenitische Armee bestätigte Tote und Verletzte in ihren Reihen, legte zunächst jedoch keine eigene Opferbilanz vor. Regierungsvertreter bezifferten die Zahl der Getöteten gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press auf mindestens 30. Die genaue Bilanz ist damit weiterhin offen. Franceinfo berichtete unter Berufung auf weitere Medien von mindestens 38 Toten; diese höhere Zahl ließ sich anhand der öffentlich zugänglichen Stellungnahme der Armee zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Der Militärsprecher der Huthi, Yahya Saree, erklärte, bei den Angriffen seien ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt worden. Ziel seien Truppen gewesen, die von Saudi-Arabien unterstützt würden. Saree begründete die Attacken mit einem Aufmarsch dieser Kräfte im Osten des Landes. Seine Angaben, wonach mehrere Hundert Gegner getötet oder verletzt und militärische Einrichtungen zerstört worden seien, sind nicht unabhängig belegt.

Die Angriffe markieren eine schwere Eskalation im Konflikt zwischen den Huthi und der jemenitischen Regierung. Seit der im April 2022 vereinbarten Waffenruhe waren größere Gefechte zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien geführten Koalition weitgehend ausgeblieben. Zwar lief die Vereinbarung nach sechs Monaten formell aus, doch blieben die Hauptfronten anschließend über Jahre vergleichsweise ruhig. Eine politische Lösung kam gleichwohl nicht zustande.

Der Bürgerkrieg begann 2014, als die Huthi die Hauptstadt Sanaa einnahmen und ihren Einfluss auf weite Teile des Nordens ausdehnten. Die international anerkannte Regierung verlor die Kontrolle über die Hauptstadt und operiert seither von anderen Landesteilen sowie zeitweise aus dem Exil. Im März 2015 griff eine von Saudi-Arabien geführte Koalition aufseiten der Regierung militärisch ein. Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen blieb das Land zwischen rivalisierenden Machtzentren geteilt.

Der jahrelange Krieg hat staatliche Strukturen geschwächt und eine schwere humanitäre Krise verursacht. Zugleich besitzen Marib und Hadramaut wegen ihrer strategischen Lage und ihrer Energieressourcen erhebliche Bedeutung für die Regierung. Marib galt lange als eine ihrer wichtigsten Bastionen im Norden; Hadramaut erstreckt sich über große Teile des Ostens und grenzt an Saudi-Arabien.

Die US-Vertretung für den Jemen sprach den Angehörigen der getöteten Soldaten ihr Beileid aus und verurteilte die Angriffe. Mit mindestens 30 bestätigten Toten erlitten die Regierungstruppen ihren schwersten öffentlich belegten Verlust seit der Beruhigung der Fronten im Jahr 2022.

Quellen

  • Associated Press
  • Franceinfo
  • Vereinte Nationen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).