Umwelt

Mindestens vier Tote nach schweren Überschwemmungen in Spanien

An Spaniens Mittelmeerküste sind nach sintflutartigem Regen mindestens vier Menschen gestorben. Besonders betroffen sind Oliva und weitere Orte südlich von Valencia.

Oliva – 19.10.2026: Sintflutartiger Regen und schwere Überschwemmungen haben an Spaniens Mittelmeerküste mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Besonders hart traf das Unwettertief Adam die Gegend um Oliva in der Provinz Valencia. Dort wurden zwei Todesopfer gemeldet. Weitere Menschen starben seit Beginn des Unwetters in Sagunt bei Valencia und in Cabrera de Mar nahe Barcelona.

In Oliva standen Straßen, Häuser und Unterführungen zeitweise unter Wasser. Anwohner mussten aus Gebäuden und Fahrzeugen gerettet werden. Die spanische Regierung entsandte Einheiten der militärischen Katastrophenhilfe UME aus Bétera in die besonders betroffenen Gebiete. Hubschrauber unterstützten die Rettungsarbeiten, weil einzelne Ortsteile wegen überfluteter Zufahrten nur schwer oder gar nicht auf dem Landweg erreichbar waren.

Die Regionalregierung der Valencianischen Gemeinschaft aktivierte die zweithöchste Stufe ihres Notfallplans und berief das Koordinierungszentrum CECOPI ein. Zeitweise galten für 145 Gemeinden an der Küste im Süden der Provinz Valencia und im Norden der Provinz Alicante Ausgangsbeschränkungen. Später wurden zahlreiche Anordnungen aufgehoben; in acht Orten blieben sie zunächst bestehen. Die Behörden riefen dazu auf, unnötige Fahrten zu unterlassen.

Messstationen registrierten in den Küstenregionen La Safor und Marina Alta außergewöhnliche Niederschlagsmengen. Örtlich fielen binnen zwei Tagen mehr als 600 Liter Regen pro Quadratmeter. Die staatliche Wetteragentur AEMET stufte die Lage als extrem gefährlich ein. Bäche, Entwässerungsgräben und sonst oft trockene Wasserläufe konnten die Wassermassen vielerorts nicht mehr aufnehmen. Neben Überflutungen behinderten auch Erdrutsche den Verkehr.

Die Behörden prüfen in Oliva zudem, ob ein weiterer Todesfall mit dem Unwetter zusammenhängt. Bis zum Abschluss dieser Prüfung wird er nicht in die bestätigte Bilanz einbezogen. Rettungsdienste und Polizei konzentrierten sich am Montag darauf, eingeschlossene Bewohner zu erreichen, gefährdete Gebäude zu kontrollieren und blockierte Straßen wieder passierbar zu machen.

Für viele Menschen in der Region weckt die neue Unwetterlage Erinnerungen an die verheerende Flut vom Oktober 2024, bei der in der Provinz Valencia Hunderte Menschen starben. Das Ausmaß der aktuellen Katastrophe ist nach den bisherigen Angaben deutlich geringer. Die Topografie der dicht bebauten Küstenorte macht sie jedoch besonders anfällig: Bei extremem Regen sammelt sich das Wasser rasch in tiefer gelegenen Straßen und ausgetrockneten Flussbetten.

Der spanische Zivilschutz hatte vor dem Wochenende vor anhaltenden, örtlich sintflutartigen Regenfällen an der Mittelmeerküste und auf den Balearen gewarnt. Die Behörden mahnten, überflutete Straßen und Wege keinesfalls zu queren und amtliche Warnungen zu verfolgen. Am Montagabend dauerten die Rettungs- und Sicherungsarbeiten an.

Quellen

  • Franceinfo
  • RTVE
  • EFE
  • Spanisches Innenministerium

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).