Umwelt

Nach den Waldbränden beginnt Frankreichs langer Wiederaufbau

Nach den schweren Waldbränden des Sommers räumt das Nationale Forstamt verbrannte Stämme, sichert gefährliche Bereiche und bereitet die Regeneration vor. In Fontainebleau bleiben einzelne Zonen gesperrt.

Fontainebleau – 25.09.2026: Schwarze Stämme stehen dicht an dicht zwischen den sandigen Wegen des Waldes von Fontainebleau. Nach den schweren Bränden dieses Sommers beginnt für die Förster eine Arbeit, die weniger sichtbar ist als der Einsatz der Feuerwehr, aber Jahre dauern wird: Gefahren beseitigen, Holz prüfen, Böden schützen und die Rückkehr des Waldes vorbereiten.

Nach Angaben von Franceinfo verbrannten im Sommer 2026 im französischen Mutterland fast 100.000 Hektar Wald. Eine endgültige nationale Bilanz steht noch aus; das Nationale Forstamt, das Office national des forêts, erwartet die Zusammenführung der Daten erst zum Ende der Brandsaison. Schon jetzt reichen die Schäden von großen Kiefernflächen im Südwesten bis zu stark betroffenen Wäldern in weiteren Regionen.

In Fontainebleau erfassten die Feuer im Juli nach Angaben des Forstamts rund 1.960 Hektar. Betroffen waren vor allem der Staatswald Trois-Pignons sowie Bereiche bei La Faisanderie und Grand Parquet. Der Brand gilt seit dem 29. August als gelöscht. Rund 20.000 der insgesamt 22.500 Hektar des Waldmassivs sind wieder zugänglich, einzelne gefährdete Flächen bleiben jedoch abgesperrt.

Die Sperrungen haben einen konkreten Grund. Selbst Bäume, deren Kronen noch grün wirken, können nach einem Brand unvermittelt umstürzen. Die Hitze hat Wurzeln und Boden geschädigt; teilweise glimmte das Feuer unter der Oberfläche weiter. Teams des Forstamts erfassen deshalb beschädigte Bestände, sichern Wege und entfernen gefährliche Bäume, bevor Holzmaschinen in die am stärksten betroffenen Abschnitte fahren.

Verbranntes Holz wird nicht automatisch abtransportiert. Fachleute entscheiden anhand des Zustands der Bestände, welche Stämme sich noch verwerten lassen, welche aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen und welches Totholz auf der Fläche bleiben kann. Wo Hänge und freiliegende Böden durch Regen abgetragen werden könnten, sollen Rückhaltemaßnahmen und liegen gelassene Holzreste die Erosion begrenzen. Zugleich bewahrt Totholz Lebensräume für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Pilze.

Für die Wiederbewaldung gibt es keinen einheitlichen Plan. Zunächst untersuchen die Förster Brandintensität, Bodenbeschaffenheit, natürliche Verjüngung und vorhandene Baumarten. Viele Flächen können sich zumindest teilweise aus eigener Kraft erneuern. Erst wo diese Regeneration ausbleibt oder die künftige Stabilität des Waldes gefährdet wäre, kommen Pflanzungen infrage. Angestrebt werden vielfältigere Bestände, die längere Trockenperioden besser überstehen.

Das Nationale Forstamt arbeitet dabei mit Kommunen, staatlichen Stellen und örtlichen Rettungsdiensten zusammen. Besucher müssen weiterhin markierte Wege und Absperrungen beachten: Hinter den Barrieren stehen Bäume, deren Wurzeln durch die Brände im Juli dauerhaft geschwächt wurden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Office national des forêts

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels