Bordeaux – 29.07.2026: Nach Tagen der Ungewissheit kehrt in Teilen der Gironde vorsichtig Alltag ein. Der große Waldbrand im Département galt am Mittwoch vorläufig als stabilisiert. Für zahlreiche Menschen, die ihre Häuser, Wohnungen und Ferienunterkünfte verlassen mussten, bedeutete das die Erlaubnis zur Rückkehr. Andere warten weiterhin in einem der 15 Aufnahme- und Unterkunftszentren des Départements oder sind bei Verwandten und Freunden untergekommen.
Die Rückkehr bleibt an klare Sicherheitsvorgaben gebunden. Einsatzkräfte kontrollieren die betroffenen Gebiete, weil Glutnester und auffrischender Wind die Lage rasch verändern können. Auch im Var warnten die Behörden davor, eigenmächtig in weiterhin gesperrte Evakuierungszonen zurückzufahren. Solche Fahrten gefährden die Bewohner und erschweren zugleich die Arbeit von Polizei und Feuerwehr.
In der Gironde ist die Versorgung der Evakuierten in den vergangenen Tagen zu einer großen logistischen Aufgabe geworden. Das Département unterhielt Anlaufstellen in Castelnau-de-Médoc und Lanton. In Villenave-d'Ornon unterstützten unter anderem das Französische Rote Kreuz und der Zivilschutz die Behörden. Die Region Nouvelle-Aquitaine stellte ebenfalls Unterkünfte, Verpflegung und Transportmittel bereit.
Der Brand traf Menschen in der Gironde und im benachbarten Département Landes. Im Raum Biscarrosse waren nach Angaben der Präfektur bereits am 24. Juli vorsorglich etwa 6.000 Einwohner aus dem Osten und Süden des Ortskerns evakuiert worden. Kommunen richteten gemeinsam mit Hilfsorganisationen Unterkünfte ein. Der aktivierte Krisenstab koordinierte Rettungseinsätze, Verkehr und Versorgung.
Das Ausmaß der Evakuierungen erklärt, weshalb die Rückkehr nicht überall gleichzeitig erfolgen kann. Die Gendarmerie hatte am 24. Juli für Gironde und Landes von insgesamt fast 40.000 Evakuierten gesprochen. Die Zahl umfasst mehrere Evakuierungswellen und entspricht nicht dem aktuellen Stand der noch untergebrachten Menschen. Auch nach einer Freigabe müssen Zufahrtswege, Stromversorgung und mögliche Schäden geprüft werden.
Für die Betroffenen geht es zudem um Medikamente, persönliche Dokumente, Haustiere und die Weiterreise von Urlaubern. Die Hilfsangebote richten sich deshalb auch an Menschen, die unverletzt geblieben sind, aber weiterhin keine Unterkunft oder verlässliche Informationen haben. Regionale Verkehrsmittel wurden zeitweise für Evakuierungen und den Transport von Einsatzkräften eingesetzt.
Im Var bleibt die Lage angespannt, obwohl ein großer Brand nach Angaben der Gendarmerie inzwischen weitgehend eingedämmt schien. Sicherheitskräfte und Feuerwehr patrouillieren weiterhin in den betroffenen Gebieten. In der Gironde bleiben die 15 Aufnahmezentren für alle geöffnet, deren Rückkehr noch nicht freigegeben wurde.
Quellen
- Franceinfo
- Département Gironde
- Präfektur der Landes
- Region Nouvelle-Aquitaine
- Gendarmerie nationale
- Präfektur des Var
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).