Umwelt

Nach den Waldbränden wollen mehr Menschen im Gard zur Feuerwehr

Nach der schweren Waldbrandsaison erhält die Feuerwehr im Gard deutlich mehr Anfragen zum freiwilligen Dienst. Landesweit hat sich die Zahl der Interessenten binnen eines Jahres verdoppelt.

Nîmes – 20.09.2026: Die schwere Waldbrandsaison dieses Sommers hat in Frankreich das Interesse am freiwilligen Feuerwehrdienst wachsen lassen. Landesweit habe sich die Zahl der Anfragen binnen eines Jahres verdoppelt, berichtete France 3 Occitanie am Sonntag. Auch im südfranzösischen Département Gard erkundigten sich deutlich mehr Menschen nach Voraussetzungen, Ausbildung und Einsatzmöglichkeiten.

Die Zahlen bezeichnen zunächst Interessenbekundungen und Informationsanfragen, nicht abgeschlossene Aufnahmen in den Dienst. Wer freiwillige Feuerwehrfrau oder freiwilliger Feuerwehrmann werden möchte, bewirbt sich beim zuständigen Département-Feuerwehr– und Rettungsdienst. Dort werden die Unterlagen geprüft und die örtlichen Auswahlbedingungen festgelegt. Interessierte können sich zudem unmittelbar an ein nahe gelegenes Feuerwehrzentrum wenden.

Im Gard trifft die gestiegene Bereitschaft zum Engagement auf die Erfahrungen eines Sommers mit zahlreichen Waldbrandlagen. Einsätze, Evakuierungen, Rauch und zeitweilige Verkehrsbeschränkungen machten in den betroffenen Gebieten sichtbar, wie stark der Schutz der Bevölkerung von verfügbaren Einsatzkräften abhängt. Die Brände haben offenbar Menschen dazu bewegt, über eine längerfristige Aufgabe im Zivil- und Katastrophenschutz nachzudenken.

Freiwillige Feuerwehrleute tragen einen erheblichen Teil des französischen Rettungswesens. Nach Angaben des Innenministeriums engagieren sich landesweit rund 200.000 Frauen und Männer neben Beruf, Studium oder Familie. Sie werden keineswegs ausschließlich bei Vegetationsbränden eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Versorgung Verletzter, Hilfe bei Verkehrsunfällen, Brandbekämpfung sowie Einsätze zum Schutz von Menschen, Sachwerten und Umwelt.

Zwischen einer ersten Anfrage und dem Einsatzdienst liegen allerdings mehrere Schritte. Bewerberinnen und Bewerber müssen die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen; dazu zählen insbesondere die medizinische Eignung und eine ausreichende Verfügbarkeit. Anschließend folgt eine Ausbildung, deren Ablauf und Dauer der zuständige Feuerwehr- und Rettungsdienst organisiert. Neue Freiwillige werden daher nicht ohne Vorbereitung zu Waldbränden oder anderen Gefahrenlagen geschickt.

Die Vereinbarkeit des Dienstes mit dem Alltag ist ein wesentlicher Bestandteil des französischen Modells. Arbeitgeber können mit den Feuerwehr- und Rettungsdiensten Vereinbarungen treffen, damit Beschäftigte für Einsätze oder Schulungen freigestellt werden. Umfang und Organisation des Engagements richten sich nach den örtlichen Bedürfnissen und den persönlichen Möglichkeiten der Freiwilligen.

Für den Feuerwehr- und Rettungsdienst des Gard eröffnet der Zustrom die Möglichkeit, seine Personalreserve mittelfristig zu vergrößern. Dafür müssen aus den Anfragen jedoch geeignete Bewerbungen und aus diesen wiederum ausgebildete Einsatzkräfte werden. Über jede Aufnahme entscheidet der zuständige Département-Feuerwehr- und Rettungsdienst.

Quellen

  • France 3 Occitanie
  • Französisches Innenministerium – Zivilschutz
  • Service-Public.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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