Gesundheit

Nach der Sonnenfinsternis: Bei Sehstörungen rasch zum Augenarzt

Wer die Sonnenfinsternis am 12. August ohne geeigneten Schutz betrachtet hat, sollte auf verschwommenes Sehen, dunkle Flecken und verzerrte Linien achten. Solche Beschwerden müssen noch am selben Tag augenärztlich untersucht werden.

Paris – 14.08.2026: Zwei Tage nach der in Frankreich sichtbaren partiellen Sonnenfinsternis warnen Augenfachleute vor möglichen Netzhautschäden durch den ungeschützten Blick in die Sonne. Wer keine geeignete Schutzbrille getragen hat, sollte Veränderungen des Sehvermögens ernst nehmen. Eine Verletzung kann zunächst unbemerkt bleiben und sich erst einige Stunden später bemerkbar machen.

Die intensive Sonnenstrahlung kann die Netzhaut schädigen. Mediziner sprechen dann von einer solaren Retinopathie. Sie verursacht nicht zwangsläufig Schmerzen, weil die Netzhaut selbst keine Schmerzrezeptoren besitzt. Auch eine kurze ungeschützte Beobachtung führt nicht automatisch zu bleibenden Schäden; wie schwer die Folgen ausfallen, lässt sich jedoch nicht allein aus der Dauer des Blicks ableiten.

Zu den Warnzeichen gehören verschwommenes oder vermindertes Sehen, ein dunkler oder blinder Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes und gerade Linien, die plötzlich gekrümmt oder verzerrt erscheinen. Auch eine ungewöhnliche Blendempfindlichkeit, eine veränderte Farbwahrnehmung oder Schwierigkeiten beim Lesen können auf eine Schädigung hindeuten. Wer solche Beschwerden bemerkt, sollte noch am selben Tag einen Augenarzt oder eine augenärztliche Notfallambulanz aufsuchen.

Bei einem schwarzen Schatten im Gesichtsfeld, Lichtblitzen, starken Schmerzen oder einer rasch fortschreitenden Sehverschlechterung ist besondere Eile geboten. In Frankreich kann dann der medizinische Notruf unter der Nummer 15 verständigt werden. Diese Symptome können auch andere akute Augenerkrankungen anzeigen und müssen deshalb unverzüglich abgeklärt werden.

Bei der Untersuchung kontrolliert der Augenarzt den Augenhintergrund und beurteilt die Netzhaut. Hilfreich ist eine möglichst genaue Schilderung: wann der Blick in die Sonne erfolgte, wie lange er dauerte, ob eine Schutzbrille verwendet wurde und seit wann die Beschwerden bestehen. Betroffene sollten ihre Augen bis zur Abklärung schonen und bei eingeschränktem Sehvermögen nicht selbst Auto fahren.

Gewöhnliche Sonnenbrillen schützen bei der direkten Sonnenbeobachtung nicht, selbst wenn ihre Gläser sehr dunkel sind. Ungeeignet sind ebenso getönte Scheiben, alte Röntgenbilder, selbst gebaute Filter oder mehrere übereinander getragene Sonnenbrillen. Teleskope, Ferngläser und Kameras bündeln das Licht zusätzlich; sie benötigen dafür vorgesehene Sonnenfilter. Sichere Finsternisbrillen müssen unbeschädigt sein und der Norm ISO 12312-2 entsprechen.

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 war in Frankreich partiell zu sehen. Die Zone der Totalität verlief über Teile Grönlands, Islands, Spaniens und Portugals. Auch bei einer teilweisen Bedeckung bleibt die sichtbare Sonnenfläche hell genug, um die Netzhaut zu verletzen. Besonders Kinder sollten deshalb niemals ohne geeigneten Filter direkt in die Sonne blicken.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur der Côtes-d'Armor
  • Französische Ophthalmologische Gesellschaft
  • NASA
  • Assurance Maladie

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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