Gesundheit

Ebola-Ausbruch im Kongo erreicht sechste Provinz

In der Demokratischen Republik Kongo sind mehr als 4.500 Ebola-Fälle bestätigt. Nach einem Todesfall in Buta ist nun auch die Provinz Bas-Uele betroffen.

Bunia – 14.08.2026: Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat eine sechste Provinz erreicht. Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC starb in Buta, der Hauptstadt von Bas-Uele, ein Mann, der zuvor aus Isiro in der Provinz Haut-Uele angereist war. Der Motorradtaxifahrer hatte vor seinem Tod mehrere Krankenhäuser aufgesucht. Als Kollegen seinen Leichnam an sich nehmen wollten, griff die Polizei ein.

Der Fall verschärft die Sorge vor weiteren Infektionsketten im Nordosten des Landes. Bas-Uele grenzt an die Zentralafrikanische Republik. Schlechte Verkehrswege, lückenhafte Kommunikationsnetze, Vertreibung infolge bewaffneter Gewalt und die hohe Mobilität im Goldbergbau erschweren es, Kontaktpersonen zu ermitteln und über längere Zeit zu beobachten. Nach den bis zum 11. August erfassten Daten waren 53 von 140 Gesundheitszonen in Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uele und Tshopo betroffen.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten bezifferte die Zahl der bestätigten Fälle am 12. August auf 4.566, darunter 2.128 Todesfälle. Weitere 570 Erkrankte befanden sich demnach in Isolierbehandlung. Da Verdachtsfälle geprüft und Meldungen nachträglich ergänzt werden, können sich die Zahlen ändern. Rund 82 Prozent der identifizierten Kontaktpersonen standen in den zuvor betroffenen fünf Provinzen unter Beobachtung.

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass sich der Erreger bereits seit Februar 2026 ausbreitete, obwohl der Ausbruch erst am 15. Mai offiziell bekannt gegeben wurde. Dadurch konnte das Virus über Wochen unentdeckt zirkulieren. Etwa 90 Prozent der Fälle und 80 Prozent der Todesfälle entfallen laut WHO auf die Provinz Ituri mit ihrer Hauptstadt Bunia.

Verursacht wird der Ausbruch durch das Bundibugyo-Ebolavirus. Gegen diesen Virustyp gibt es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische zugelassene Therapie. Die WHO unterstützt die kongolesischen Behörden bei der Überwachung, Kontaktverfolgung und Versorgung sowie mit medizinischem Material. In Ituri werden mögliche Behandlungen untersucht; auch Impfstoffkandidaten befinden sich in der wissenschaftlichen Prüfung.

Die WHO warnte am 12. August, der Ausbruch könne bei unverändert hohem Übertragungstempo die Ebola-Epidemie in Westafrika von 2014 bis 2016 übertreffen. Damals wurden mehr als 28.000 Infektionen und über 11.000 Todesfälle registriert. Der aktuelle Ausbruch erreichte nach ihrer Einschätzung schneller als jede frühere Ebola-Epidemie eine hohe Zahl von Todesfällen.

Hinzu kommen schwierige Einsatzbedingungen. In einzelnen Behandlungszentren legten nicht bezahlte Gesundheitskräfte die Arbeit nieder. Viele neue Erkrankungen werden außerhalb bereits bekannter Kontaktketten entdeckt, was eine frühe Isolierung erschwert. Für die Bevölkerung der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums bewertet das ECDC das Infektionsrisiko weiterhin als sehr niedrig.

Quellen

  • Franceinfo
  • Weltgesundheitsorganisation
  • European Centre for Disease Prevention and Control
  • Associated Press
  • Africa CDC

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).