Lège-Cap-Ferret – 03.08.2026: Die Bewohner der zuvor evakuierten Halbinsel Lège-Cap-Ferret in der Gironde dürfen am Montag schrittweise in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Der Großbrand, der seit dem 22. Juli die Waldgebiete um Saumos und Cap-Ferret erfasst hatte, war am Samstag, dem 1. August, nach Angaben des Innenministeriums unter Kontrolle gebracht worden. Der Zutritt erfolgt nach einer Prüfung der betroffenen Bereiche durch die Einsatzkräfte.
Für viele Rückkehrer verbindet sich die Erleichterung mit erheblichen Schäden. Nach Informationen von Franceinfo sind in Lège-Cap-Ferret 20 Häuser durch die Flammen zerstört worden. Die Gemeindeverwaltung hatte zuvor erklärt, sie kontaktiere Eigentümer beschädigter Gebäude persönlich. Für die übrigen Ortsteile der Halbinsel meldete die Kommune in ihrer letzten ausführlichen Lageinformation keine weiteren von dem Feuer betroffenen Wohnhäuser.
Die Rückkehr markiert einen wichtigen Schritt nach einer der umfangreichsten Evakuierungsoperationen dieses Sommers. Die Behörden hatten den Zugang zur Halbinsel zeitweise vollständig gesperrt, weil der Brand in ein dicht besiedeltes Gebiet vorgedrungen war und die einzige Straßenverbindung gesichert werden musste. Auch nach dem Ende der akuten Ausbreitung bleiben Nachlöscharbeiten und die Kontrolle möglicher Glutnester notwendig.
Der Brand im Sektor Saumos und Cap-Ferret hatte nach dem Lagebericht der Regierung vom 27. Juli bereits rund 42.000 Hektar erfasst. Damals waren nach staatlichen Angaben bis zu 220.000 Menschen von Evakuierungen betroffen; eine erste Schadensbilanz für das gesamte Brandgebiet nannte 277 zerstörte, beschädigte oder ausgebrannte Gebäude. Diese Gesamtzahl betrifft mehrere Gemeinden und ist daher nicht mit den 20 zerstörten Häusern in Lège-Cap-Ferret gleichzusetzen.
Die Größenordnung erforderte einen außergewöhnlichen Einsatz von Sicherheits- und Zivilschutzkräften. Nach Angaben der Regierung arbeiteten im Raum Gironde mehr als 2.500 Feuerwehrleute, unterstützt von Militär, Polizei, Gendarmerie und freiwilligen Helfern. Hinzu kamen Löschflugzeuge und Hubschrauber sowie europäische Verstärkung über das EU-Katastrophenschutzverfahren, darunter Maschinen aus Kroatien, der Slowakei und Tschechien.
Die Gemeinde hatte während der Evakuierung den Ausbau von Schneisen und Schutzstreifen im Wald veranlasst. Nach ihren Angaben wurden dabei unter anderem bestehende Brandschutzachsen verbreitert, um den Feuerwehrleuten Zugänge und Verteidigungslinien zu sichern. Solche Maßnahmen dienten zunächst der unmittelbaren Gefahrenabwehr für die Wohngebiete von Lège und Claouey.
Die Rückkehrberechtigung bedeutet keine vollständige Entwarnung für das gesamte Brandgebiet. Die staatlichen Stellen verwiesen zuletzt auf anhaltend trockene Vegetation und Wetterbedingungen, die neue Brände oder ein Wiederaufflammen begünstigen können. Für die betroffenen Haushalte beginnt mit der Besichtigung der Grundstücke nun die Schadensaufnahme mit Versicherern und kommunalen Stellen.
Quellen
- Franceinfo
- Gemeinde Lège-Cap-Ferret
- Élysée – Bericht des Ministerrats
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).