Pereira – 13.08.2026: Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Westkolumbien suchen Rettungskräfte und Freiwillige weiter nach Überlebenden. Präsident Abelardo de la Espriella erklärte am Mittwochabend, mindestens 265 Menschen seien ums Leben gekommen. Damit liegt die jüngste bestätigte Opferzahl über früheren Angaben. Das Beben hatte sich am Montag, dem 10. August, ereignet und eine Stärke von 7,4 erreicht.
Besonders schwer betroffen sind Städte und Gemeinden im Westen des Landes, darunter Pereira, Cali, Quibdó und Manizales. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden erheblich beschädigt, Straßen brachen auf, Fahrzeuge wurden unter Trümmern begraben. In zerstörten Wohnvierteln arbeiten Einsatzkräfte mit schwerem Gerät. Helfer tragen kleinere Trümmerteile von Hand ab, um Hohlräume zu erreichen, in denen Menschen überlebt haben könnten.
Wie viele Personen noch vermisst werden, ist unklar. De la Espriella sprach von nahezu 500 offiziell registrierten Vermissten. In zivilgesellschaftlichen Datenbanken stehen dagegen mehr als 4.100 Namen. Die große Abweichung dürfte auch darauf zurückgehen, dass Angehörige aus beschädigten oder schwer erreichbaren Gebieten noch nicht erfasst wurden oder einzelne Personen mehrfach gemeldet sein könnten. Verlässliche Gesamtzahlen sind deshalb bislang nicht verfügbar.
Nach Angaben des Präsidenten sind mehr als 25.800 Familien von den Folgen der Katastrophe betroffen. Viele Menschen haben ihre Wohnungen verloren oder dürfen wegen akuter Einsturzgefahr nicht zurückkehren. Neben der Suche nach Verschütteten müssen die Behörden Notunterkünfte, Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Hilfe bereitstellen. Zugleich sollen Fachleute beschädigte Gebäude prüfen, bevor Bewohner sie wieder betreten.
Das Erdbeben war bis in die Hauptstadt Bogotá sowie in Ecuador und Panama zu spüren. Der kolumbianische Geologische Dienst registrierte nach dem Hauptbeben mehr als 100 schwächere Nachbeben. Sie erschweren die Arbeiten an instabilen Ruinen und erhöhen die Gefahr weiterer Einstürze. Rettungsteams unterbrechen ihre Arbeit deshalb wiederholt, sobald Geräusche oder Bewegungen unter Betonplatten gemeldet werden.
Auch internationale Hilfe erreicht inzwischen die Katastrophengebiete. Nach Berichten der Associated Press lieferten regionale Partner Hilfsgüter. Die Vereinigten Staaten kündigten mehr als 15 Millionen US-Dollar für Notunterkünfte, Lebensmittel und weitere Soforthilfe an. Die Einsatzleitung konzentriert sich vorerst auf die Suche nach Vermissten. Am Dienstag wurde laut Associated Press mindestens eine Frau lebend aus den Trümmern geborgen. Die Opferzahlen bleiben vorläufig, solange Einsatzkräfte noch in mehreren Städten und abgelegenen Gebieten suchen.
Quellen
- Associated Press
- Le Monde
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).