Umwelt

Nepal kämpft einen Monat nach der Flut mit den Folgen

Mehr als 1.450 Menschen kamen ums Leben, über 5.000 gelten weiterhin als vermisst. In Nordnepal erschweren zerstörte Verkehrswege die Suche, die Versorgung der Betroffenen und den Wiederaufbau.

Kathmandu – 26.09.2026: Einen Monat nach den verheerenden Sturzfluten im Norden Nepals dauern die Suche nach Vermissten, die Nothilfe und die ersten Wiederaufbauarbeiten an. Nach Regierungszahlen, die von den Vereinten Nationen veröffentlicht wurden, kamen mehr als 1.450 Menschen ums Leben; über 5.000 weitere gelten weiterhin als vermisst. Besonders schwer betroffen sind die Bezirke Rasuwa, Nuwakot und Dhading entlang des Flusssystems Bhote Koshi-Trishuli.

Die Flut hatte am 26. August große Mengen Wasser, Schlamm und Gestein durch bewohnte Täler gerissen. Häuser, Straßen, Brücken und Anlagen zur Stromerzeugung wurden beschädigt oder zerstört. Mehrere Orte sind weiterhin schwer erreichbar, weil Verkehrswege fehlen oder erst geräumt werden müssen. Nach einer vorläufigen Analyse des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen liegen allein in den untersuchten Gebieten rund 2,2 Millionen Tonnen Geröll und Schlamm.

Nepals Katastrophenschutzbehörde und internationale Hilfsorganisationen konzentrieren sich auf die Suche nach Vermissten und die Versorgung der Überlebenden. Viele Familien warten noch auf gesicherte Informationen über Angehörige. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz unterstützt den Nepalischen Roten Kreuzverband bei der Erfassung Vermisster und der Identifizierung der Toten. Angehörige können DNA-Proben abgeben, damit geborgene Opfer zugeordnet werden können.

Ein internationaler Nothilfeaufruf der Vereinten Nationen über 49,6 Millionen US-Dollar soll mehr als 84.000 Menschen in 17 Gemeinden erreichen. Hilfsgüter wurden auch per Hubschrauber in abgeschnittene Siedlungen gebracht. Bislang ist nach Angaben von Gesundheitsbehörden und Hilfsorganisationen kein Ausbruch übertragbarer Krankheiten bekannt. Die Versorgung mit sauberem Wasser, medizinischer Hilfe und geschützten Unterkünften bleibt jedoch schwierig. Sie muss auch dort aufrechterhalten werden, wo beschädigte Straßen regelmäßige Lieferungen behindern.

Die Folgen reichen weit über die zerstörten Wohnorte hinaus. Beschädigte Wasserkraftwerke, Straßen und Grenzverbindungen treffen eine für Nepal wichtige Infrastruktur. Der Verlust von Einkommen belastet Familien zusätzlich, deren Häuser, Felder oder kleine Betriebe von den Wassermassen erfasst wurden. Zahlreiche Betroffene haben nach Einschätzung der Vereinten Nationen ihre Lebensgrundlage verloren. Neben der Räumung der gewaltigen Schuttmengen müssen deshalb grundlegende Dienste wiederhergestellt und dauerhafte Unterkünfte geschaffen werden.

Ausgelöst wurde die Katastrophe nach bisherigen Untersuchungen durch einen massiven Bergsturz im Himalaya, der einen Gletscher und große Mengen Gestein mitriss. Die daraus entstandene Flutwelle traf die flussabwärts gelegenen Gebiete mit großer Wucht. Bergungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten; zugleich unterstützen Behörden und Hilfsorganisationen die Rückkehr Vertriebener und die Wiederherstellung der örtlichen Versorgung.

Quellen

  • Franceinfo
  • Vereinte Nationen in Nepal
  • Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen
  • Internationales Komitee vom Roten Kreuz
  • Ministerium für auswärtige Angelegenheiten Nepals

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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