Paris – 24.07.2026: Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé trennt sich zur Hälfte von seinem Geschäft mit abgefülltem Wasser und Premiumgetränken. Gemeinsam mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity soll die neue Gemeinschaftsfirma Peranel entstehen. Beide Partner sollen jeweils 50 Prozent halten. Die Vereinbarung wurde am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, bekanntgegeben und steht noch unter mehreren Vorbehalten.
Peranel soll mehr als 30 Marken in rund 120 Ländern bündeln. Dazu zählen die Mineralwassermarken Source Perrier, S.Pellegrino und Acqua Panna, die internationale Marke Nestlé Pure Life sowie weitere regionale Angebote. In Frankreich gehören auch Vittel, Contrex und Hépar zum bisherigen Wassergeschäft von Nestlé. Der Sitz der neuen Gesellschaft ist in Paris vorgesehen.
Die Transaktion bewertet Peranel nach Angaben der Partner mit 4,9 Milliarden Euro beziehungsweise 5,6 Milliarden US-Dollar. Nestlé erwartet aus der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens einen Mittelzufluss von rund drei Milliarden Euro. Der Abschluss wird nach Konsultationen mit Arbeitnehmervertretungen und nach behördlichen Genehmigungen für die erste Hälfte des Jahres 2027 angestrebt.
An der Spitze von Peranel soll Muriel Lienau stehen, die das Geschäftssegment bei Nestlé bislang führt. Platinum Equity verweist auf Erfahrung bei der Ausgliederung und eigenständigen Weiterentwicklung von Unternehmensbereichen. Nestlé erklärt, die neue Struktur solle den Marken mehr Spielraum für Investitionen, Produktentwicklung und Expansion geben. Eine vollständige Loslösung Nestlés ist mit der nun vereinbarten Konstruktion nicht vorgesehen.
Für Nestlé ist der Schritt Teil einer stärkeren Konzentration auf andere Kerngeschäfte. Der Konzern will seine Wachstums- und Ertragsziele insbesondere mit Bereichen wie Kaffee, Tiernahrung, Ernährung sowie Lebensmitteln und Snacks erreichen. Das Wasser- und Premiumgetränkegeschäft bleibt zwar profitabel, liegt bei Wachstum und Marge jedoch hinter einigen zentralen Konzernmarken zurück.
Die Ausgliederung fällt in eine Phase, in der Nestlés französische Wassermarken wegen früherer Verfahren zur Aufbereitung und Filtration von Quell- und Mineralwasser unter besonderer öffentlicher und behördlicher Beobachtung stehen. Die neue Eigentümerstruktur beendet diese Vorgänge nicht und ändert auch nichts an geltenden Anforderungen an Produktqualität, Kennzeichnung und Kontrollen.
Für Beschäftigte, Standorte und Verbraucher ergeben sich aus der Ankündigung zunächst keine unmittelbar benannten Veränderungen. Entscheidend werden die noch ausstehenden Verfahren bis zum geplanten Abschluss 2027 sein. Peranel soll dann als eigenständiges Unternehmen auftreten, während Nestlé und Platinum Equity die strategische Kontrolle gemeinsam ausüben.
Quellen
- Platinum Equity Pressemitteilung
- Reuters
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).