Paris – 19.09.2026: Die katholische Kirche in Frankreich veranschlagt für den Besuch von Papst Leo XIV. vom 25. bis 28. September 2026 insgesamt 27 Millionen Euro. Aus diesem Budget sollen der Empfang und die Betreuung der Besucher, die Logistik, technische Anlagen sowie der Aufbau an den einzelnen Stationen finanziert werden. Die Französische Bischofskonferenz hat dafür einen landesweiten Spendenaufruf gestartet.
Der Betrag umfasst nach Angaben der Organisatoren sowohl gemeinsame Ausgaben für die viertägige Apostolische Reise als auch die Ausstattung der Veranstaltungsorte. Dazu zählen Vorkehrungen für große Menschenmengen, die technische Infrastruktur und die Koordination lokaler, diözesaner und nationaler Teams. Eine vollständige Aufschlüsselung der einzelnen Kostenpositionen liegt bislang nicht vor.
Bei der Finanzierung setzt die Kirche auf private Spenden, größere Förderer und Unternehmen sowie auf Einnahmen aus dem Verkauf offizieller Artikel. Nach Angaben von Vatican News waren bei der Vorstellung der Vorbereitungen am 8. September bereits 5,5 Millionen Euro eingegangen. Spender können ihren Beitrag entweder dem Gesamtbudget oder gezielt den Stationen in Paris, Lourdes und Metz zuweisen. Bis zum kalkulierten Gesamtbetrag bleibt damit eine erhebliche Finanzierungslücke.
Getrennt davon trägt der französische Staat die Kosten der öffentlichen Sicherheit. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, Frankreich übernehme diese Aufgaben wie bei den Besuchen ausländischer Staats- und Regierungschefs. Die Reise wurde per Dekret als Großereignis eingestuft. Für Paris, Saint-Denis, Lourdes, Metz und Goin gelten deshalb besondere Sicherheitsvorkehrungen. Wie hoch die staatlichen Ausgaben dafür ausfallen werden, ist bisher nicht beziffert.
Leo XIV. beginnt seine Reise am Freitag, dem 25. September, mit einem Besuch bei der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris. Danach stehen ein Gottesdienst in Notre-Dame und eine Gebetswache für junge Erwachsene im Stade de France auf dem Programm. Für Samstag, den 26. September, ist eine Freiluftmesse im Bereich der Place de la Concorde und der Champs-Élysées vorgesehen.
Am Sonntag, dem 27. September, reist der Papst nach Lourdes. Dort soll er auch Menschen treffen, die sexuelle Gewalt in der Kirche erfahren haben. Den Abschluss bildet am Montag, dem 28. September, ein Besuch in Metz mit einem interreligiösen Treffen und einer Messe in der Kathedrale Saint-Étienne. Die Bischofskonferenz rechnet an den vier Reisetagen insgesamt mit rund einer Million Teilnehmern. Deren Empfang und Versorgung bilden den größten organisatorischen Rahmen des Kirchenbudgets.
Quellen
- Franceinfo
- Offizielle Website der Papstreise in Frankreich
- Vatican News
- Legifrance
- TF1 Info
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).