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Paris’ „Le Chat“ gefasst: Der Schattenkletterer der Seine-Metropole sitzt in Haft

Paris kennt viele Gesichter – elegante Boulevards, glitzernde Schaufenster und noble Altbauten. Doch über den Dächern der Hauptstadt bewegte sich jahrelang ein Mann, der wie ein Phantom wirkte. Mohamed S., in Polizeikreisen bekannt als „Le Chat“, ist nun erneut gefasst worden. Am 21. April klickten für den 34-Jährigen die Handschellen. Wenige Tage später ordnete die…

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Paris kennt viele Gesichter – elegante Boulevards, glitzernde Schaufenster und noble Altbauten. Doch über den Dächern der Hauptstadt bewegte sich jahrelang ein Mann, der wie ein Phantom wirkte. Mohamed S., in Polizeikreisen bekannt als „Le Chat“, ist nun erneut gefasst worden.

Am 21. April klickten für den 34-Jährigen die Handschellen. Wenige Tage später ordnete die Justiz Untersuchungshaft für ihn und drei mutmaßliche Komplizen an. Der Vorwurf wiegt schwer: organisierte Einbruchsserien, teils mit brutaler Gewalt, sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Fast zehn Millionen Euro Schaden – eine Summe, die selbst abgeklärte Ermittler aufhorchen lässt.

Seinen Spitznamen trägt Mohamed S. nicht ohne Grund.

Wie eine Katze soll er Fassaden erklommen, über Dächer geschlichen und Balkone oder Regenrinnen als Einstieg genutzt haben. Während andere Türen aufbrechen, suchte „Le Chat“ den Weg von oben – lautlos, riskant und beinahe filmreif. Genau diese spektakuläre Methode machte ihn in den Pariser Nobelvierteln zur Legende des Verbrechens.

Die Polizei bringt ihn mit mehreren aufsehenerregenden Coups in Verbindung. Darunter ein Einbruch in ein Luxuslederwarengeschäft im 8. Arrondissement, ein Schmuckdiebstahl während der Fashion Week sowie ein besonders dreister Überfall auf einen chinesischen Würdenträger im wohlhabenden 16. Bezirk.

Gerade dieser Fall liest sich wie aus einem Thriller.

Über Dach und Balkon drangen die Täter in die Residenz ein, legten mittels Störsender die Alarmanlage lahm und entkamen mit Luxusuhren sowie Schmuck im Wert von fast acht Millionen Euro. Das Opfer erlitt Verletzungen – ein Detail, das dem Fall zusätzliche Schwere verleiht.

Mohamed S. gilt seit Jahren als alter Hase des Pariser Untergrunds. Rund 30 Vorstrafen stehen im Raum, dazu Verbindungen zu früheren Einbrüchen bei prominenten Persönlichkeiten wie Thiago Silva, Booba oder Patrick Sébastien. Trotzdem weist er die neuen Anschuldigungen zurück.

Nun dürfte sich zeigen, ob „Le Chat“ diesmal endgültig seine letzte Kletterpartie hinter sich hat. Für Paris endet damit vorerst eine Einbruchsserie, die selbst in einer Stadt voller Geschichten ungewöhnlich düster erscheint.

Autor: Daniel Ivers

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