Politik & Gesellschaft

Paris warnt vor falschen Polizisten und angeblichen Energiearbeitern

Die Pariser Polizeipräfektur warnt vor anhaltenden Trickdiebstählen an Wohnungstüren. Täter geben sich als Polizisten, Energieversorger oder Handwerker aus, um in Wohnungen zu gelangen und Wertsachen zu stehlen.

Paris – 19.08.2026: Ein Klingeln an der Wohnungstür, eine angebliche Störung, ein nur flüchtig vorgezeigter Ausweis: Die Pariser Polizeipräfektur warnt erneut vor Trickdieben, die eine amtliche oder berufliche Funktion vortäuschen. Das als Diebstahl unter falscher Eigenschaft bekannte Delikt nehme in Paris nicht ab, teilte die Behörde am Mittwoch Franceinfo mit. Besonders gefährdet seien ältere Menschen und Personen, die allein leben.

Die Masche wirkt alltäglich und ist gerade deshalb gefährlich. Unbekannte geben sich als Polizisten, Beschäftigte der Energieversorger EDF oder Engie, Mitarbeiter des Wasserversorgers Veolia, Klempner, Heizungsinstallateure oder Bedienstete der Stadtverwaltung aus. Sie behaupten, einen Schaden beheben, eine dringende Kontrolle vornehmen oder einen Auftrag der Hausverwaltung ausführen zu müssen. Tatsächlich wollen sie das Vertrauen der Bewohner gewinnen und sich Zugang zur Wohnung verschaffen.

Ist die Tür geöffnet, lenkt einer der Täter sein Opfer mit Fragen, technischen Erläuterungen oder einer vorgeblichen Überprüfung ab. Währenddessen kann eine zweite Person unbemerkt die Räume durchsuchen. Nach den Präventionshinweisen der Polizeipräfektur haben es die Diebe vor allem auf Schmuck, Bargeld und andere leicht mitzunehmende Wertgegenstände abgesehen. Statt zunächst Gewalt anzuwenden, nutzen sie Autorität, Zeitdruck und Täuschung.

Die Stadt Paris weist darauf hin, dass Täter häufig ältere oder isoliert lebende Menschen ansprechen. Ein angeblicher Auftrag des Hausverwalters oder eine vermeintliche Notlage im Gebäude soll Zweifel zerstreuen. Ein freundliches, bestimmtes oder fachkundiges Auftreten belegt jedoch keine echte Beauftragung. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn jemand unangekündigt erscheint und sofort Einlass verlangt.

Die Polizeipräfektur rät, die Tür geschlossen zu halten und Identität wie Anlass des Besuchs selbstständig zu prüfen. Bewohner sollten das betreffende Unternehmen über eine eigenständig ermittelte Telefonnummer kontaktieren. Gibt sich jemand als Polizist aus, kann die Behauptung unmittelbar bei der Polizei überprüft werden. Ein vorgezeigter Dienstausweis allein bietet keine Gewähr, da Dokumente gefälscht sein können.

Wer bereits bestohlen wurde und die Täter nicht kennt, kann wegen eines Eigentumsdelikts auch online Anzeige erstatten. Bei unmittelbarer Gefahr ist der Polizeinotruf unter 17 zu wählen. Für Präventionshinweise verweist die Pariser Polizeipräfektur zudem auf ihre Servicenummer 3430.

Die Warnung richtet sich ebenso an Angehörige, Nachbarn und Hausverwaltungen. Sie können vereinbarte Besuche vorab bestätigen und gefährdete Bewohner dafür sensibilisieren, Unbekannte nicht in die Wohnung zu lassen. Angaben zu einzelnen Tatverdächtigen machte die Behörde nicht.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur der Polizei Paris
  • Stadt Paris
  • Service-Public.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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