Gesundheit

Pasteurdon sammelt zum Abschluss Spenden für die medizinische Forschung

Die Jubiläumsausgabe des Pasteurdon endet am 11. Oktober. Mit den Spenden finanziert das Institut Pasteur langfristige Forschung zu Krebs, Infektionskrankheiten und Erkrankungen des Gehirns.

Paris – 11.10.2026: Die Spendenkampagne Pasteurdon des Institut Pasteur endet an diesem Sonntag nach vier Aktionstagen. Die 20. Ausgabe der jährlichen Sammlung lief vom 8. bis 11. Oktober 2026 und warb landesweit um private Unterstützung für die biomedizinische Forschung. Das Pariser Institut rückte dabei Projekte zu Krebs, Infektionskrankheiten sowie neurologischen und entwicklungsbedingten Erkrankungen in den Vordergrund.

Das Institut Pasteur bezeichnet die Jubiläumsausgabe als seine bisher breiteste Mobilisierung. Neben einer Auftaktveranstaltung am 8. Oktober gab es am 10. Oktober einen Besuchertag auf dem Pariser Campus. Zwanzig französische Städte beteiligten sich als Botschafterkommunen, um den Spendenaufruf über die Hauptstadt hinaus bekannt zu machen. Dazu gehörten nach Angaben des Instituts unter anderem Bordeaux, Le Havre und Antibes.

Die Kampagne verweist auf wissenschaftliche Arbeit, deren Ergebnisse häufig erst nach Jahren in Therapien, Diagnostik oder Prävention einfließen. Arnaud Fontanet, Leiter einer Einheit für die Epidemiologie neu auftretender Krankheiten am Institut Pasteur, hob im Zusammenhang mit der Aktion den langfristigen Charakter der Forschung hervor. Bei Haushaltsentscheidungen, die auf rasch sichtbare Wirkungen zielten, gerate sie deshalb leicht ins Hintertreffen.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Humanen Immundefizienz-Virus. Forschende des Instituts untersuchen, warum manche Betroffene die Infektion ohne dauerhafte Therapie kontrollieren können. Daraus sollen Ansätze für eine langfristige Remission entstehen, durch die Patientinnen und Patienten nicht mehr lebenslang behandelt werden müssten. Das Institut beschreibt diese Arbeiten ausdrücklich als Forschungsvorhaben und nicht als bereits verfügbare Behandlung.

Bei Krebsprojekten geht es unter anderem darum, Immuntherapien wirksamer zu machen. Parallel befassen sich Teams mit Krankheiten des Gehirns, darunter neurodegenerative Leiden und Störungen der neurologischen Entwicklung. Das Institut nennt zudem die Erforschung des Mikrobioms als einen Ansatz, um die Wechselwirkungen zwischen Mikroorganismen und der Gesundheit des Gehirns besser zu verstehen. Solche Projekte verbinden Grundlagenforschung mit der langfristigen Suche nach neuen Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung.

Die Einnahmen des Pasteurdon ergänzen die Finanzierung des gemeinnützigen Institut Pasteur durch öffentliche Mittel, Unternehmen und andere Förderer. Nach Darstellung der Einrichtung verschaffen private Spenden den Forschungsteams zusätzlichen Spielraum für Vorhaben, die nicht auf kurzfristig erwartbare Ergebnisse zugeschnitten sind. Zugleich soll die Kampagne einer breiten Öffentlichkeit vermitteln, wie medizinische Erkenntnisse entstehen und weshalb zwischen einer ersten Entdeckung und ihrer klinischen Anwendung oft viele Jahre liegen.

Als Unterstützer traten in diesem Jahr die Fernsehmoderatorin Julia Vignali und der Schauspieler Kad Merad auf. Medienpartner, Kommunen und Unternehmen verbreiteten den Aufruf während der Aktionstage. Wie hoch das Spendenaufkommen der Jubiläumsausgabe ausfiel, teilte das Institut zum Abschluss der zentralen Sammelphase zunächst nicht mit.

Quellen

  • Institut Pasteur: Pasteurdon 2026 – 20 Jahre Entdeckungen und Engagement für die Forschung
  • Institut Pasteur: Pressemappe zum 20. Pasteurdon
  • Groupe M6: Unterstützung für den Pasteurdon 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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