Kultur

Pinsa findet ihren Platz auf Frankreichs Speisekarten

Die ovale römische Teigspezialität wird in Frankreich zunehmend zur Alternative zur Pizza. Ihren Erfolg verdankt sie ihrer luftigen Krume, der knusprigen Kruste und einer für Restaurants praktischen Zubereitung.

Paris – 10.10.2026: Frankreich entdeckt die Pinsa. Nach einem Bericht von Franceinfo wächst die Nachfrage nach der ovalen römischen Teigspezialität, die auf Speisekarten, in Feinkostläden und sozialen Netzwerken immer häufiger auftaucht. Sie tritt dabei weniger als Konkurrentin der Pizza auf denn als deren eigenwillige Verwandte: außen knusprig, innen weich und von großen Poren durchzogen.

Der Name lässt an ein Rezept aus der Antike denken, doch die heutige Pinsa Romana ist ein vergleichsweise junges Produkt. Der römische Unternehmer Corrado Di Marco entwickelte die Rezeptur nach Angaben seines Unternehmens 2001. Die Bezeichnung wird vom lateinischen Verb "pinsere" abgeleitet, das für das Zerdrücken oder Flachdrücken steht. Dazu passt die längliche, von Hand geformte Gestalt, die sich deutlich von der klassischen runden Pizza unterscheidet.

Kennzeichnend ist ein Teig aus Weizen-, Reis- und Sojamehl, der mit Sauerteig angesetzt wird. Der Hersteller nennt eine Ruhezeit von bis zu 72 Stunden und einen hohen Wasseranteil. Beides soll die großen Luftblasen sowie den Kontrast zwischen krosser Kruste und zarter Krume hervorbringen. Gerade diese Textur trägt zur kulinarischen Eigenständigkeit der Pinsa bei.

Für die Gastronomie hat das Format einen weiteren Vorteil. Seit 2012 bietet Di Marco vorgebackene Pinsa-Böden für professionelle Küchen an. Sie können rasch belegt und fertig gebacken werden, ohne dass Restaurants für jede Bestellung selbst einen Teig ansetzen müssen. In einer Branche, die vielerorts unter Personalmangel leidet und zugleich verlässliche Abläufe benötigt, ist das ein gewichtiges Verkaufsargument.

Zur Anziehungskraft gehört außerdem das Versprechen besonderer Leichtigkeit. Di Marco wirbt mit einem fett- und zuckerarmen Teig. Dabei handelt es sich um eine Herstellerangabe, nicht um eine allgemeine Ernährungsbewertung. Wie gehaltvoll eine Pinsa ausfällt, hängt wesentlich von Belag, Portionsgröße und Zubereitung ab. Kulinarisch bietet sie breite Möglichkeiten: Tomaten und Mozzarella passen ebenso darauf wie Gemüse, Pilze, Wurstwaren oder süße Zutaten.

In Frankreich trifft die Spezialität auf einen Markt, in dem italienische Alltagsküche längst fest verankert ist. Die Pizza gehört zu den populären Außer-Haus-Gerichten des Landes. Die Pinsa überträgt vertraute Zutaten auf eine andere Teigform und verbindet handwerkliche Anmutung mit unkomplizierter Verarbeitung.

Turismo Roma beschreibt sie als gastronomischen Trend, der weit über die italienische Hauptstadt hinausreicht. Ihre wachsende Bekanntheit in Frankreich beruht auf dieser Verbindung aus römischer Herkunftserzählung, vielseitigem Belag und einem für professionelle Küchen praktikablen Produkt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Turismo Roma
  • Di Marco

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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