Politik & Gesellschaft

Radfahrerin stirbt nach Zusammenstoß in Saône-et-Loire

Nach dem Tod einer 33-jährigen Radfahrerin in Salornay-sur-Guye ermittelt die Staatsanwaltschaft Mâcon in zwei getrennten Verfahren. Der Autofahrer wurde positiv auf Kokain und Morphin getestet.

Salornay-sur-Guye – 27.09.2026: Eine 33 Jahre alte Radfahrerin ist am Donnerstag, 24. September, vor ihrem Wohnhaus in Salornay-sur-Guye von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Rettungskräfte konnten ihr nicht mehr helfen. Nach übereinstimmenden Medienberichten war die Frau mit zwei ihrer Kinder unterwegs, um ein neues Fahrrad auszuprobieren.

Der Zusammenstoß ereignete sich am späten Nachmittag in der Gemeinde im Département Saône-et-Loire. Nach Angaben der Gendarmerie wurde die Radfahrerin mit großer Wucht getroffen. Die Staatsanwältin von Mâcon, Anne-Lise Furstoss, verwies zunächst auf eine überhöhte Geschwindigkeit des Autos. Wie schnell der Wagen tatsächlich fuhr und wie sich die letzten Sekunden vor dem Aufprall abspielten, sollen technische und kriminalistische Untersuchungen klären.

Der Fahrer, ein Mann in den Dreißigern, hielt den Berichten zufolge unweit der Unfallstelle an. Der Partner der Getöteten, der den Zusammenstoß miterlebt hatte, soll ihn daraufhin mit einem Cuttermesser angegriffen und verletzt haben. Ein Hubschrauber brachte den Mann in das Universitätskrankenhaus Dijon. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestand keine Lebensgefahr. Am Freitag befand er sich wegen eines chirurgischen Eingriffs weiterhin im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft Mâcon leitete zwei getrennte Ermittlungsverfahren ein. Das erste betrifft den Verdacht auf fahrlässige Tötung im Straßenverkehr. Im zweiten wird wegen einer Gewalttat unter Einsatz oder Androhung einer Waffe ermittelt. Die zeitlich eng verbundenen Vorgänge werden damit juristisch unabhängig voneinander untersucht.

Nach Angaben von Franceinfo wurde der Autofahrer positiv auf Kokain und Morphin getestet. Welche Substanzen er in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt aufgenommen hatte, ist damit noch nicht abschließend geklärt. Auch lässt sich aus einem positiven Test allein nicht ableiten, ob und in welchem Umfang seine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt war. Dies zu bewerten, ist Teil der toxikologischen und strafrechtlichen Ermittlungen.

Zu den Identitäten der Getöteten, ihres Partners und des Fahrers machten die Behörden keine öffentlichen Angaben. Ebenso blieb zunächst offen, ob der Fahrer bereits vernommen werden konnte und welche weiteren Erkenntnisse sich aus der Untersuchung des Fahrzeugs sowie der Unfallstelle ergaben.

Salornay-sur-Guye liegt nördlich von Cluny in Burgund und zählt nur wenige Hundert Einwohner. Die Ermittler müssen dort nun zwei Abläufe rekonstruieren: den tödlichen Zusammenstoß und den anschließenden Angriff auf den Fahrer. Beide Verfahren werden von der Staatsanwaltschaft Mâcon geführt.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Le Progrès
  • Staatsanwaltschaft Mâcon

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).