Marseille – 17.10.2026: Am Rande der landesweiten Mobilisierung sind am Samstag in Marseille das Rathaus und eine Wache der kommunalen Polizei beschädigt worden. Nach Berichten von Franceinfo und Le Parisien drangen mehrere Menschen kurzzeitig in den Eingangsbereich des Rathauses ein. Einsatzkräfte sicherten das Gebäude anschließend und drängten die Gruppe zurück.
Zuvor hatte es auf der Canebière, der großen Geschäftsstraße im Zentrum, Spannungen gegeben. Dort wurde die Wache der kommunalen Polizei angegriffen. Die Präfektur des Départements Bouches-du-Rhône sprach laut Medienberichten von Vorfällen im Umfeld nicht angemeldeter Ansammlungen. Wer für die Schäden verantwortlich ist, war am Nachmittag noch ungeklärt.
Auch mehrere Geschäfte an der Canebière wurden nach Angaben aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez beschädigt. Genannt wurde unter anderem ein Mobilfunkgeschäft. Belastbare Angaben zur Zahl der betroffenen Läden, zur Höhe des Schadens oder zu möglichen Verletzten lagen zunächst nicht vor. Im Zentrum waren verstärkte Polizeikräfte im Einsatz.
Die Vorfälle ereigneten sich außerhalb der angekündigten Demonstrationszüge vom 17. Oktober. Zu der Mobilisierung hatten unterschiedliche Gruppen aufgerufen, darunter Gewerkschafter, Studierende und Initiativen, die gegen steigende Lebenshaltungskosten protestieren. Parallel zu den angemeldeten Kundgebungen bildeten sich in Marseille kleinere, nicht angemeldete Gruppen. Das erschwerte es den Sicherheitskräften, friedliche Demonstrierende von Personen zu trennen, die Sachschäden verursachten.
Das Rathaus am Vieux-Port ist der Sitz der Stadtverwaltung und gehört zu den markantesten öffentlichen Gebäuden Marseilles. Die betroffene Polizeiwache befindet sich an der Canebière nahe dem Viertel Noailles. Sie wurde nach Angaben der Stadt im Juni 2024 eröffnet und arbeitet mit dem nationalen Polizeikommissariat von Noailles zusammen. Die Absperrungen beeinträchtigten am Samstag den Verkehr und den Zugang zu Teilen des belebten Innenstadtbereichs.
Innenminister Nuñez hatte vor möglichen Ausschreitungen am Rande der Mobilisierung gewarnt und die Präfekten zu einem konsequenten Vorgehen aufgerufen. Daraus lässt sich jedoch keine Verantwortung bestimmter Organisationen oder Gruppen für die Ereignisse in Marseille ableiten. Zu Ermittlungen, Festnahmen oder konkreten strafrechtlichen Vorwürfen gab es bis zum Redaktionsschluss keine bestätigten amtlichen Angaben.
Stadtverwaltung und Sicherheitsbehörden begannen damit, die Schäden an Rathaus, Polizeiwache und Geschäften zu dokumentieren. Eine abschließende Bilanz veröffentlichten sie am Samstag zunächst nicht. Auch die Identität und Zahl der mutmaßlich Beteiligten waren zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.
Quellen
- Franceinfo
- Le Parisien
- Ville de Marseille
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).