Politik & Gesellschaft

Regierung kürzt Hitzeschutz für Schulen um 40 Millionen Euro

Frankreichs Regierung friert 40 Millionen Euro für die Anpassung von Schulen an große Hitze ein. Vorrang haben nun Diagnosen an 2.500 besonders gefährdeten Standorten.

Paris – 07.09.2026: Die französische Regierung friert 40 Millionen Euro aus einem Programm ein, das Schulen besser gegen große Hitze wappnen soll. Das berichten Franceinfo und Le Monde unter Berufung auf übereinstimmende Medieninformationen und das Programm Actee, das Gebietskörperschaften bei der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude begleitet. Die Entscheidung wird wenige Tage nach Schuljahresbeginn bekannt – während eine späte Hitzewelle Teile Frankreichs belastet.

Ende Juni waren für die klimatische Anpassung von bis zu 12.500 Schulen rund 56 Millionen Euro angekündigt worden. Das Geld sollte vor allem Bestandsaufnahmen zum baulichen Zustand und die Vorbereitung von Sanierungen finanzieren. Guillaume Perrin, Direktor von Actee, sagte, seine Organisation sei Ende Juli über das Einfrieren der Mittel informiert worden. Nach Angaben von Franceinfo stehen dem Programm nun zehn Millionen Euro zur Verfügung. Unklar bleibt, wie sich die verbliebenen Mittel im Einzelnen auf die verschiedenen Bestandteile des Vorhabens verteilen.

Das Bildungsministerium hält an einer beschleunigten Untersuchung von 2.500 Schulen fest, die während des Sommers als besonders gefährdet eingestuft wurden. Diese Einrichtungen sollen zunächst thermische Diagnosen erhalten. Für die Gebäude selbst sind überwiegend die Gebietskörperschaften zuständig: Gemeinden verantworten Grundschulen, Départements die Collèges und Regionen die Lycées. Der Staat kann Programme anstoßen und mitfinanzieren, entscheidet aber nicht allein über die Sanierung des gesamten Bestands.

Die Kürzung begrenzt den Spielraum jener Kommunen, die Schulgebäude zugleich gegen sommerliche Überhitzung und winterliche Wärmeverluste ertüchtigen wollen. Infrage kommen außen liegender Sonnenschutz, schattenspendende Bäume, entsiegelte Schulhöfe, bessere Dämmung und Lüftung. Solche Eingriffe müssen an Standort, Gebäudezustand und Nutzung angepasst werden; eine Diagnose ist deshalb häufig der erste Schritt zu einem belastbaren Sanierungsplan.

Wie groß der Handlungsdruck ist, zeigte die Hitzewelle vom 16. Juni bis 2. Juli 2026. Nach Angaben aus einer im Senat veröffentlichten parlamentarischen Anfrage waren 90 Départements von einer hohen Hitzewarnstufe betroffen. Insgesamt wurden 845 Schulen vollständig oder teilweise geschlossen. Die Zahlen ersetzen keine landesweite Bilanz des Gebästands, geben aber einen Eindruck von den praktischen Folgen hoher Temperaturen für Unterricht, Prüfungen und Betreuung.

Die Regierung hatte Ende August angekündigt, Prüfungen des Baccalauréat und des Brevet künftig auf den Vormittag zu legen, um Schülerinnen, Schüler und Aufsichtspersonal vor den heißesten Tagesstunden zu schützen. Bauliche Verbesserungen bleiben dennoch von den Investitionsmöglichkeiten der lokalen Träger abhängig. Die nun vorgesehene Diagnosephase erfasst zunächst 2.500 der ursprünglich bis zu 12.500 angesprochenen Schulen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Monde
  • Ministerium für nationale Bildung
  • Französischer Senat
  • Info.gouv.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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