Cléon – 11.09.2026: Ein Regionalzug auf dem Weg von Rouen nach Caen ist am Freitagabend im Département Seine-Maritime entgleist. Nach dem in der Nacht veröffentlichten Stand wurden 44 Menschen verletzt. Eine junge Frau kam in kritischem Zustand per Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Rouen. Todesfälle wurden zunächst nicht gemeldet.
Der Zug hatte 186 Fahrgäste an Bord, als er gegen 19.45 Uhr zwischen Tourville-la-Rivière und Elbeuf-Saint-Aubin auf Höhe der Gemeinde Cléon aus den Schienen geriet. Für die Reisenden endete die Fahrt auf einer gesperrten Strecke, umgeben von Rettungsfahrzeugen und Einsatzkräften. Angaben dazu, wie viele Wagen entgleisten, lagen zunächst nicht vor.
Die Präfektur von Seine-Maritime aktivierte wegen der hohen Zahl Betroffener einen Notfallplan für einen Massenanfall von Verletzten. Rund 140 Feuerwehrleute waren nach Angaben von Verkehrsminister Philippe Tabarot im Einsatz. Rettungskräfte, Polizei und Bahnpersonal versorgten und evakuierten die Passagiere. Die große Zahl der Reisenden erforderte neben medizinischer Hilfe auch deren Erfassung und Betreuung.
Die Staatsanwaltschaft Rouen leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Mit der Untersuchung wurde die Kriminalpolizei in Rouen beauftragt. Die stellvertretende Staatsanwältin Marie-Valérie Albert warnte, die Aufklärung werde längere Zeit in Anspruch nehmen. Ob ein technischer Defekt, ein Hindernis auf der Strecke oder ein anderer Umstand die Entgleisung verursachte, war in der Nacht offen.
Erste Alkohol- und Drogentests beim Triebfahrzeugführer fielen nach Angaben der Staatsanwaltschaft negativ aus. Dieser Befund schließt eine mögliche Beeinträchtigung des Fahrers zunächst aus, beantwortet aber nicht die Frage nach dem Unfallhergang. Zu untersuchen sind nun der Zustand des Zuges und der Gleisanlagen sowie die verfügbaren Betriebs- und Fahrdaten. Auch Aussagen des Personals und der Fahrgäste können für die Rekonstruktion wichtig sein.
SNCF Réseau unterbrach den Verkehr auf der betroffenen Verbindung in beiden Richtungen. Die Stromversorgung wurde abgeschaltet, damit die Einsatzkräfte gefahrlos an den Gleisen arbeiten konnten. Auch weitere Bahnverbindungen in der Normandie waren zeitweise beeinträchtigt. Reisende mussten mit ausfallenden Zügen, Umwegen und ungeklärten Weiterfahrten rechnen.
Der Verletztenstand war im Laufe des Abends deutlich gestiegen. Tabarot hatte zunächst von rund 20 Verletzten gesprochen; später meldeten Behörden und Justiz 44 Betroffene. Medizinische Untersuchungen dauerten an. Der Zugverkehr zwischen Rouen und Caen blieb nach dem Unfall unterbrochen.
Quellen
- Franceinfo
- Europe 1 mit AFP
- Deutsche Welle mit AFP und Reuters
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).