Kultur

Riva Aquarama: Der Motorbootklassiker der Côte d’Azur

Franceinfo erinnert an die Riva-Boote, die das Bild der Côte d'Azur seit den 1960er-Jahren prägen. Vor allem die Aquarama wurde mit Mahagoni, Chrom und eleganter Linienführung zum Sinnbild mediterraner Freizeitkultur.

Paris – 06.08.2026: Ein aktueller Beitrag von Franceinfo widmet sich den Riva-Motorbooten, die seit Jahrzehnten mit der Côte d'Azur verbunden sind. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Aquarama: Lackiertes Mahagoni, verchromte Beschläge und eine flache Windschutzscheibe machten sie zu einem der bekanntesten Entwürfe des italienischen Bootsbaus. Zugleich verkörpert sie bis heute jene Ferien- und Filmwelt, die sich in den 1960er-Jahren rund um Saint-Tropez etablierte.

Die Geschichte der Marke begann allerdings nicht am Mittelmeer, sondern am norditalienischen Iseosee. Dort übernahm Carlo Riva 1950 die Leitung der traditionsreichen Familienwerft. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte er hochwertige Holzboote, die technische Leistungsfähigkeit mit einer unverwechselbaren Formensprache verbanden. Aus dem handwerklichen Betrieb wurde eine international bekannte Luxusmarke.

Die Aquarama entstand 1962 und wurde im selben Jahr auf der dritten Mailänder Bootsmesse präsentiert. Konstruktiv knüpfte sie an die Riva Tritone an, erhielt jedoch eine breitere, markantere Silhouette und eine stärker auf Komfort ausgerichtete Ausstattung. Die offene Sitzanordnung, das gepolsterte Heck und die leistungsfähige Motorisierung waren für längere Ausflüge auf Seen und in geschützten Küstengewässern ausgelegt.

An der Côte d'Azur fügte sich das Boot in eine neue Inszenierung des gehobenen Tourismus ein. Saint-Tropez, Cannes und Monaco standen für private Mobilität auf dem Wasser, mondäne Hotels und die Nähe zu Filmstars. Franceinfo erinnert in diesem Zusammenhang an Brigitte Bardot. Fotografien, Werbefilme und Kinoproduktionen trugen dazu bei, die Aquarama als Requisite eines mediterranen Lebensstils zu verankern.

Ihr Ruf beruhte jedoch ebenso auf der handwerklichen Ausführung. Mehrfach lackiertes Mahagoni, lederbezogene Sitze und sorgfältig bearbeitete Metallteile bestimmten den Eindruck an Bord. Die Boote waren dabei nicht bloß dekorative Statusobjekte. Riva baute sie als leistungsfähige Runabouts für die Freizeitnavigation und verband traditionelle Materialien mit einer für ihre Zeit modernen Konstruktion.

Diese Verbindung erklärt, weshalb gut erhaltene Exemplare heute als Design- und Technikgeschichte wahrgenommen werden. Die Aquarama dokumentiert den Übergang von der klassischen Holzverarbeitung zur industrielleren Fertigung moderner Sportboote. Ihr Erscheinungsbild beeinflusste zudem die Vorstellung davon, wie eine elegante Motoryacht auszusehen habe: lang gestreckt, niedrig über dem Wasser und bis ins Detail verarbeitet.

Die Holz-Runabouts blieben bei Riva bis 1996 im Programm. In jenem Jahr entstand nach Angaben des Unternehmens die letzte Aquarama Special mit der Baunummer 784. Schon 1969 hatte die Werft ihre ersten Boote aus Verbundwerkstoffen vorgestellt. Als historisches Leitmodell der Marke blieb die Aquarama dennoch unübertroffen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Riva

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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