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Russische Angriffe treiben immer mehr Menschen aus Kramatorsk

Drohnen und Gleitbomben bedrohen die ostukrainische Stadt Kramatorsk. Bei einem Angriff auf ein Evakuierungszentrum wurden mindestens zwei Menschen verletzt und mehrere zivile Gebäude beschädigt.

Kramatorsk – 21.09.2026: In der ostukrainischen Stadt Kramatorsk wächst unter fortgesetzten russischen Angriffen der Druck auf die verbliebene Bevölkerung. Bewohner berichten von der ständigen Angst vor Drohnen und Bombeneinschlägen. Viele verlassen inzwischen die Stadt; andere bleiben, weil sie Angehörige versorgen, keine sichere Unterkunft finden oder ihre Wohnungen nicht aufgeben wollen. Vor dem russischen Großangriff auf die Ukraine lebten in Kramatorsk rund 150.000 Menschen.

Am 20. September trafen nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung zwei russische Gleitbomben ein Evakuierungszentrum. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt. Beschädigt wurden zudem ein Kindergarten, eine Bildungseinrichtung und vier mehrstöckige Wohnhäuser. Das Zentrum unterstützte Menschen, die aus besonders gefährdeten Gebieten der Region in Sicherheit gebracht werden sollten.

Die Regionalverwaltung Donezk hatte bereits zuvor von täglichen Angriffen auf Kramatorsk und das Umland berichtet. Dabei setzten die russischen Streitkräfte demnach Gleitbomben und ferngesteuerte Kurzstreckendrohnen ein. Solche Drohnen bedrohen Fahrzeuge, Straßen und einzelne Gebäude; oft bleibt den Bewohnern nur wenig Zeit, Schutz zu suchen. Viele versuchen deshalb, Wege im Freien kurz zu halten und sich von Fenstern oder Hauseingängen fernzuhalten.

Kramatorsk liegt im ukrainisch kontrollierten Teil der Region Donezk und ist für Verwaltung und Versorgung des Umlands von großer Bedeutung. Seit 2014 wurde die Stadt wiederholt angegriffen. Nach Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 nahm sie zugleich Menschen aus Orten auf, die näher an der Front lagen oder von russischen Truppen besetzt wurden. Mit den wiederkehrenden Angriffen hat sich ihre Rolle verändert: Aus einem Zufluchtsort wird zunehmend selbst ein Ausgangspunkt für Evakuierungen.

Diese Aufgabe übernimmt unter anderem die Polizeieinheit White Angels. Ihre Einsatzkräfte bringen Erwachsene, Kinder und Haustiere aus beschädigten Gebäuden und gefährdeten Vierteln. Jeder Angriff auf Straßen, Fahrzeuge oder ein Evakuierungszentrum erschwert solche Einsätze und belastet jene Infrastruktur, auf die ältere, verletzte oder nicht selbstständig reisefähige Menschen angewiesen sind.

Der Angriff vom 20. September traf damit einen besonders empfindlichen Teil der zivilen Hilfe. Nach den vorliegenden Angaben hielten sich zum Zeitpunkt der Einschläge Menschen und Helfer in dem Zentrum auf. Zugleich reichten die Schäden bis zu Wohnblöcken und Bildungsgebäuden. Während die ukrainischen Behörden die Zerstörungen dokumentieren und weitere Evakuierungen organisieren, müssen die verbliebenen Einwohner ihren Alltag an eine Bedrohung anpassen, die sich weder zeitlich noch räumlich zuverlässig eingrenzen lässt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Militärverwaltung der Oblast Donezk
  • Institute for the Study of War

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).