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Russische Drohne trifft ukrainischen Zug nahe der Grenze zu Polen

Eine russische Drohne hat in der ukrainischen Region Wolhynien die Lokomotive eines Passagierzuges getroffen. Verletzt wurde nach Angaben der ukrainischen Staatsbahn niemand.

Jahodyn – 14.09.2026: Eine russische Drohne hat am Sonntag nahe dem ukrainisch-polnischen Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk die Lokomotive eines Passagierzuges getroffen. Nach Angaben der ukrainischen Staatsbahn Ukrzaliznyzja ereignete sich der Angriff in der Region Wolhynien, etwa zwei Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt. Der Zug war zwischen Kiew und Warschau unterwegs. Weder Fahrgäste noch Mitarbeiter der Bahn seien verletzt worden.

Die Besatzung der Lokomotive war nach Darstellung des Unternehmens vor der unmittelbaren Gefahr gewarnt worden. So habe sie den Zug rechtzeitig sichern können. Wie schwer die Lokomotive beschädigt wurde und wann der reguläre Verkehr auf der Strecke vollständig wiederaufgenommen werden kann, war zunächst nicht bekannt. Ukrzaliznyzja erklärte, das Unternehmen verfolge Luftwarnungen fortlaufend und passe den Betrieb an die jeweilige Sicherheitslage an.

Eine zunächst vielfach verbreitete Entfernungsangabe von 800 Metern bezog sich nach polnischen Angaben nicht auf den Passagierzug. In der Nähe des Grenzübergangs traf eine weitere Drohne einen Lastwagen, der sich etwa 800 Meter von der polnischen Grenze entfernt befand. Jahodyn-Dorohusk wurde während des Angriffs zeitweise geschlossen. Damit erreichten die russischen Angriffe Fahrzeuge und Infrastruktur in unmittelbarer Nähe eines Mitgliedstaates der Europäischen Union und der Nato.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk sprach von einer wachsenden Bedrohung entlang der Grenze. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, weitere Drohnen seien in Abständen von ungefähr einem beziehungsweise fünf Kilometern zur polnischen Grenze eingeschlagen. Die polnischen Behörden leiteten Sicherheitsmaßnahmen ein. Bestätigte Hinweise darauf, dass eine Drohne auf polnischem Staatsgebiet eingeschlagen oder in den polnischen Luftraum eingedrungen wäre, lagen zu diesem Vorfall zunächst nicht vor.

Kurz vor dem Angriff hatte sich nach Informationen von Ukrzaliznyzja ein weiterer Zug im Bahnhof Jahodyn aufgehalten. An Bord befanden sich der frühere britische Premierminister Boris Johnson, der ehemalige schwedische Regierungschef Carl Bildt sowie Sicherheitsberater mehrerer EU-Staaten. Der Sonderzug verließ den Bahnhof demnach vorzeitig. Die ukrainische Bahn hält es für möglich, dass dieser Zug das eigentliche Ziel der Drohne war. Unabhängig bestätigt ist diese Einschätzung bislang nicht.

Russland greift die ukrainische Verkehrsinfrastruktur seit Beginn des Krieges regelmäßig aus der Luft an. Die Bahn ist für Reisen, Evakuierungen und internationale Verbindungen von besonderer Bedeutung, weil der zivile Flugverkehr in der Ukraine seit dem russischen Großangriff weitgehend ruht. Nach Angaben von Ukrzaliznyzja forderte der Angriff vom 13. September unter den Reisenden und dem Personal keine Opfer.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Reuters
  • Ukrzaliznyzja
  • Gazeta.pl

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).