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Saint-Denis gibt Frankreichs Wasserspringern eine feste olympische Basis

Seit September 2025 trainiert Frankreichs Nationalkader zweimal wöchentlich im Olympischen Wasserzentrum von Saint-Denis. Zum Auftakt der Europameisterschaften 2026 wird die Trainingsstätte nun selbst zur Wettkampfarena.

Saint-Denis – 31.07.2026: Frankreichs Wasserspringer beginnen die Europameisterschaften an einem Ort, der für sie längst kein fremdes Wettkampfbecken mehr ist. Seit September 2025 fährt der am INSEP stationierte Nationalkader zweimal pro Woche zum Centre Aquatique Olympique Métropole du Grand Paris in Saint-Denis. Die für Paris 2024 errichtete Anlage bietet Trainingsbedingungen, die den Athleten zuvor in Frankreich nicht dauerhaft zur Verfügung standen.

Der Fortschritt bemisst sich weniger an der Größe der Halle als an ihrer Ausstattung. Die vollständige Sprunganlage mit Zehnmeterturm erlaubt es, technische Abläufe regelmäßig unter international vergleichbaren Bedingungen zu wiederholen. Beim Wasserspringen müssen Absprung, Rotation und Eintauchen binnen Sekunden präzise ineinandergreifen. Verlässliche Trainingszeiten an einer wettkampftauglichen Anlage sind deshalb mehr als eine Frage des Komforts: Sie schaffen die Voraussetzung für systematische technische Arbeit.

Vor der Eröffnung des Zentrums war der französische Spitzensport auf weniger geeignete Strukturen angewiesen. Der Schwimmverband hat Saint-Denis inzwischen fest in sein Leistungsprogramm aufgenommen. Im französischen Leistungssportplan für die Jahre 2025 bis 2029 wird das Olympische Wasserzentrum als Außenstelle des nationalen Leistungszentrums am INSEP geführt, insbesondere für das Training vom Zehnmeterturm.

Damit verbindet die Vorbereitung zwei Standorte mit unterschiedlichen Aufgaben. Das INSEP im Bois de Vincennes bleibt die sportwissenschaftliche und organisatorische Basis des Kaders. In Saint-Denis finden die Athleten dagegen jene räumlichen Bedingungen vor, die sie bei internationalen Wettbewerben erwarten. Dort können sie Sprungfolgen wiederholen, Aufnahmen für die technische Auswertung anfertigen und sich an Höhe, Licht sowie das Raumgefühl einer großen Arena gewöhnen. Die regelmäßige Fahrt gehört inzwischen zum Trainingsalltag.

Für das Centre Aquatique Olympique ist der Nationalkader zugleich ein wichtiger Teil der Nachnutzung nach den Spielen von Paris. Während der Olympischen Spiele 2024 fanden dort Wettbewerbe im Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen statt. Seit Juni 2025 ist die Anlage auch für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit zugänglich. Nach Angaben der Fédération Française de Natation ist sie die einzige französische Sportstätte, an der sämtliche Schwimmsportdisziplinen unter Bedingungen nach internationalen Standards ausgetragen werden können.

An diesem Freitag beginnt dort mit dem Wasserspringen der erste Abschnitt der Europameisterschaften der Wassersportarten 2026. Der französische Kader geht deshalb mit einem seltenen Heimvorteil in den Wettbewerb: Die Athleten kennen Turm, Becken, Anlauf und Sichtachsen aus monatelanger Praxis. Was als olympische Hinterlassenschaft geplant war, ist für sie bereits eine feste Trainingsstätte geworden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Fédération Française de Natation
  • Métropole du Grand Paris
  • Ministère des Sports

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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