Paris – 13.07.2026: Der Samu Paris bereitet sich auf eine steigende Zahl von Einsätzen infolge der anhaltenden starken Hitze vor. Sein Leiter Frédéric Adnet erklärte, dass die Belastung für den Rettungsdienst voraussichtlich ab diesem Montag zunehmen werde. Nach seiner Einschätzung zeigen sich die gesundheitlichen Folgen einer Hitzewelle häufig erst am dritten oder vierten Tag deutlich. Die derzeitigen Ferienabreisen könnten die Zahl der Anrufe zunächst gedämpft haben.
Für die Notfallmedizin ist diese zeitliche Verzögerung besonders wichtig. Viele Menschen versuchen zunächst, Beschwerden selbst zu bewältigen, obwohl Hitze den Kreislauf erheblich belasten kann. Eine zunehmende Zahl von Hilferufen ist deshalb nicht zwingend am ersten sehr heißen Tag zu erwarten. Besonders gefährdet sind ältere, alleinlebende und chronisch kranke Menschen sowie Personen, die regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen oder körperlich arbeiten müssen.
Der Samu Paris ist Teil des Rettungsdienstsystems der Assistance publique-Hôpitaux de Paris. Die vier Samu-Stellen der AP-HP hatten bereits während der außergewöhnlichen Hitzewelle im Juni eine sehr hohe Auslastung gemeldet. Nach Angaben des Klinikverbunds lag die Zahl der Notaufnahmen in der Nacht der Fete de la Musique, am 21. Juni, deutlich über dem üblichen Niveau. Besonders viele betroffene Patientinnen und Patienten waren älter.
Auch die nationale Gesundheitsbehörde Santé publique France hatte für die Hitzewelle im Juni einen klaren Anstieg hitzebedingter Behandlungen festgestellt. Erfasst werden dabei unter anderem Überhitzungen, Hitzschläge, Flüssigkeitsmangel und Störungen des Salzhaushalts. Die Behörde registrierte Ende Juni einen historischen Höchststand bei Konsultationen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und bei Notaufnahmen mit solchen Beschwerden.
Für Bewohnerinnen und Bewohner von Paris bedeutet die angekündigte Mehrbelastung des Samu vor allem, Warnzeichen ernst zu nehmen. Bei Unwohlsein, Verwirrtheit, ungewöhnlicher Schwäche oder Kreislaufproblemen sollte rasch medizinische Hilfe eingeholt werden. Die Stadt Paris hält zugleich ihr Unterstützungsnetz für besonders gefährdete Menschen aufrecht. Dazu gehört die Betreuung von Personen, die beim städtischen Reflex-Register gemeldet sind.
Die Behörden raten weiterhin zu regelmäßigem Trinken, möglichst kühlen Aufenthaltsorten und einer Verringerung körperlicher Anstrengungen während der heißesten Stunden. Nachbarn, Angehörige und Pflegepersonen können eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie gefährdete Menschen regelmäßig kontaktieren. Die erwartete Zunahme der Einsätze zeigt, dass die Folgen extremer Wärme auch dann noch wachsen können, wenn die erste Phase einer Hitzewelle bereits einige Tage zurückliegt.
Quellen
- Franceinfo
- AP-HP
- Santé publique France
- Ville de Paris
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).