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Saudi-Arabien schließt Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen

Saudi-Arabien hat seine strategisch wichtige Ost-West-Pipeline nach mehreren Drohnenangriffen vorsorglich stillgelegt. Die Behörden melden mehrere Verletzte; die Dauer der Unterbrechung ist offen.

Riad – 11.09.2026: Saudi-Arabien hat die strategisch wichtige Ost-West-Pipeline nach mehreren Drohnenangriffen vorsorglich geschlossen. Nach Angaben des Energieministeriums wurde die Leitung am Donnerstagmorgen, dem 10. September, an mehreren Stellen in den Regionen Riad und Medina getroffen. Mehrere Menschen seien verletzt und medizinisch versorgt worden.

Ein Vertreter des Ministeriums erklärte über die staatliche Nachrichtenagentur SPA, die Unterbrechung diene der Sicherheit. Einsatzkräfte und technische Spezialisten seien umgehend zu den betroffenen Abschnitten entsandt worden. Sie sollen die Anlagen sichern und feststellen, ob und in welchem Umfang die Pipeline beschädigt wurde. Wie lange die Schließung dauern könnte, teilte das Ministerium zunächst nicht mit.

Nach Darstellung der saudischen Behörden kamen die Drohnen aus dem Irak. Wer die Angriffe ausgeführt haben soll, blieb zunächst offen. Ende Juli hatte Riad frühere Attacken auf Ölanlagen im Osten des Königreichs bewaffneten, mit Iran verbundenen Milizen im Irak zugeschrieben. Das saudische Außenministerium hatte damals von Bagdad verlangt, eine Nutzung irakischen Staatsgebiets für Angriffe auf Saudi-Arabien zu verhindern.

Die Ost-West-Pipeline verbindet die Fördergebiete im Osten des Landes mit dem Hafen Yanbu am Roten Meer. Über diese Route kann Saudi-Arabien Rohöl an die Westküste transportieren, ohne dass Tanker den Persischen Golf und die Straße von Hormus durchqueren müssen. Die Meerenge ist einer der wichtigsten Verkehrswege des weltweiten Ölhandels. Wegen der regionalen Eskalation ist der Schiffsverkehr dort stark eingeschränkt.

Saudi Aramco hatte die tägliche Transportkapazität der Leitung nach eigenen Angaben im ersten Quartal 2026 auf sieben Millionen Barrel erhöht. Saudischen Medienberichten zufolge wurden zuletzt etwa fünf Millionen Barrel pro Tag über die Pipeline zum Roten Meer geleitet. Eine längere Unterbrechung könnte deshalb einen zentralen Ausfuhrweg des bedeutenden Erdölproduzenten beeinträchtigen und den Druck auf alternative Transportstrecken erhöhen.

Die vorläufige Schließung bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass Saudi-Arabien seine Förderung im selben Umfang drosseln muss. Rohöl kann vorübergehend gelagert oder, soweit Kapazitäten vorhanden sind, über andere Anlagen geleitet werden. Ob bereits Liefermengen ausfallen, gab die Regierung nicht bekannt. Auch zu möglichen Folgen für die internationalen Rohölmärkte lagen am Freitagabend keine offiziellen Angaben vor.

Das Energieministerium kündigte weitere Informationen nach Abschluss der technischen und sicherheitsbezogenen Untersuchungen an. Die entsandten Teams arbeiteten dabei mit den zuständigen staatlichen Stellen zusammen. Ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Pipelinebetriebs wurde nicht genannt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Saudi-Arabiens Energieministerium über SPA
  • Saudi Gazette
  • Reuters

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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