Umwelt

Schafe pflegen die Salzgärten auf der Halbinsel Guérande

Eine junge Schäferin lässt ihre Herde in den Salzgärten von Guérande weiden. Die Tiere halten schwer zugängliche Flächen frei und tragen so zum Erhalt einer empfindlichen Kultur- und Naturlandschaft bei.

Guérande – 30.07.2026: Wo Maschinen nur schwer vorankommen, übernimmt eine Schafherde die Landschaftspflege. Die junge Schäferin Léa lässt ihre Tiere in den Salzgärten auf der Halbinsel Guérande weiden. Dort fressen sie Gräser und andere Pflanzen ab, die sich an Rändern, auf Dämmen und ungenutzten Flächen ausbreiten. Ein Bericht der Mittagsnachrichten von France 2 stellt die Beweidung als wichtigen Beitrag zum Erhalt des Salzsumpfgebiets vor.

Die Salzgärten sind eine über Jahrhunderte geformte Kulturlandschaft. Ein fein abgestimmtes System aus Becken, Dämmen und Wasserläufen führt Meerwasser durch die Anlagen, bis das Salz geerntet werden kann. Breitet sich die Vegetation zu stark aus, werden Wege und Anlagen schlechter zugänglich; auch die offene Struktur der Landschaft verändert sich. Die Schafe ersetzen deshalb auf geeigneten Flächen einen Teil der mechanischen Pflege.

Léas Herde erfüllt damit eine Aufgabe, die weit über die gewöhnliche Tierhaltung hinausreicht. Die Tiere halten Übergangszonen zwischen Salzbecken und angrenzenden Flächen offen. Zugleich können sie Abschnitte erreichen, auf denen der Einsatz schwerer Geräte schwierig oder unerwünscht wäre. Nach dem Fernsehbericht ist ihre Arbeit inzwischen zu einem festen Bestandteil der Pflege geworden.

Die Salzgärten erstrecken sich über mehrere Gemeinden an der Atlantikküste des Départements Loire-Atlantique, darunter Guérande, La Turballe und Batz-sur-Mer. Der Gemeindeverband Cap Atlantique unterscheidet das Becken von Guérande und das weiter nördlich gelegene Becken des Mès. Beide Gebiete prägen die Halbinsel und sind eng mit der traditionellen Salzgewinnung verbunden.

Für die Beweidung gelten jedoch besondere Bedingungen. Salzgehalt, wechselnde Wasserstände und schmale Wege verlangen eine an den jeweiligen Abschnitt angepasste Nutzung. Wo und wann die Herde grasen kann, muss sich daher nach den Erfordernissen des Salzhandwerks und des Naturschutzes richten. Die Tiere sind Teil der Bewirtschaftung, ohne dass aus den Produktionsflächen gewöhnliches Weideland würde.

Das ökologisch sensible Gebiet gehört teilweise zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. Zugleich besteht ein großer Teil der Salzgärten aus Privat- und Arbeitsflächen. Örtliche Einrichtungen bitten Besucher deshalb, Wege und Zugangsregeln zu beachten. Zwischen Salzgewinnung, Landschaftspflege und Artenschutz treffen hier unterschiedliche Nutzungen auf engem Raum zusammen.

Die Herde hält vor allem jene Flächen frei, die im alltäglichen Betrieb leicht aus dem Blick geraten. So verbindet Léas Arbeit traditionelle Weidewirtschaft mit einer konkreten Aufgabe für die Salzbauern: Schafe pflegen Dämme und Randzonen, während in den benachbarten Becken weiterhin Meersalz gewonnen wird.

Quellen

  • Franceinfo / France 2, Nachrichtensendung 13 heures
  • Cap Atlantique La Baule-Guérande Agglo
  • Terre de Sel

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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