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Aktuell · 25.06.2026 20:08

Schlammlawine verwüstet Magland in den Alpen

Eine heftige Schlammlawine hat am 24. Juni 2026 den Ort Magland in der Haute-Savoie verwüstet. Zwei Personen wurden leicht verletzt, und 21 weitere mussten evakuiert werden. Die Rettungsarbeiten dauern an, während weitere Unwetter erwartet…

Magland, 25.06.2026: Am Mittwochabend, dem 24. Juni 2026, wurde der Ort Magland in der Haute-Savoie von einer heftigen Schlammlawine heimgesucht. Diese entstand nach starken Regenfällen und verwüstete den Weiler Cheron. Die Schlammmassen, die bis zu drei Meter hoch waren, durchbrachen die Straßen und beschädigten mehrere Häuser. In einem dieser Häuser wurde ein Rentnerpaar bis zur Taille von Schlamm eingeschlossen. Beide wurden in der Nacht evakuiert und ins Krankenhaus von Sallanches gebracht; sie erlitten leichte Verletzungen an Knöcheln und Händen. Insgesamt mussten 21 Personen aus dem betroffenen Gebiet evakuiert werden.

Die Rettungsdienste der Haute-Savoie sowie das Départementale Interventions- und Rettungsdienst 74 (SDIS 74) waren schnell vor Ort und setzten rund 60 Einsatzkräfte ein, um die betroffenen Personen zu retten und die Gefahrenzone abzusichern. Die Rettungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des 25. Juni an.

Der Bürgermeister von Magland, Johann Ravailler, erklärte, dass man sich der Gefahr bewusst war, jedoch nicht mit einem so heftigen Ereignis gerechnet hatte. Er verwies auf ein ähnliches Ereignis im Jahr 1992, betonte jedoch, dass solche Vorfälle in der Region selten seien.

Die Aufräumarbeiten begannen am Nachmittag des 25. Juni. Dabei wurden die Straßen von Schlamm und Geröll befreit, und beschädigte Häuser wurden gesichert. Die Behörden warnen jedoch vor weiteren Unwettern, da für die kommenden Tage erneut starke Regenfälle und Gewitter prognostiziert werden. Laut Météo France sind bis zum 28. Juni in der Region Niederschlagsmengen von bis zu 35 Litern pro Quadratmeter möglich.

Die Schlammlawine in Magland ist ein weiteres Beispiel für die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen in den Alpenregionen. Solche Ereignisse können durch starke Regenfälle, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden, verstärkt auftreten. Die Behörden raten der Bevölkerung, die Wetterwarnungen ernst zu nehmen und bei drohenden Unwettern Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

In den vergangenen Jahren hat es in der Region bereits mehrere ähnliche Vorfälle gegeben. Magland wurde seit den 1980er Jahren achtmal von Naturkatastrophen betroffen, darunter Überschwemmungen und Schlammlawinen. Die letzte dieser Katastrophen ereignete sich im November 2023.

Die aktuellen Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit, in den betroffenen Regionen verstärkte Schutzmaßnahmen zu ergreifen und die Infrastruktur entsprechend anzupassen, um zukünftige Schäden zu minimieren. Die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden, Rettungsdiensten und der Bevölkerung ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Die Situation in Magland bleibt angespannt, und die Behörden setzen alles daran, weitere Schäden zu verhindern und den betroffenen Einwohnern zu helfen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die Auswirkungen der Schlammlawine vollständig zu bewältigen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

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