Internationale Raumstation – 04.10.2026: Die Rückkehr der französischen Astronautin Sophie Adenot zur Erde verzögert sich wegen ungünstiger Wetterbedingungen im vorgesehenen Bergungsgebiet vor der kalifornischen Küste. Nach einer erneuten Prüfung haben die NASA und das Raumfahrtunternehmen SpaceX den Zeitplan der Crew-12-Mission geändert. Die Dragon-Kapsel soll nun frühestens am Mittwoch, dem 7. Oktober, von der Internationalen Raumstation abdocken.
Nach der vorläufigen Planung soll die Kapsel um 1.05 Uhr an der Ostküste der Vereinigten Staaten ablegen. In Paris wäre es dann 7.05 Uhr. Die vierköpfige Besatzung könnte am Donnerstag, dem 8. Oktober, gegen 17.25 Uhr französischer Zeit im Pazifik vor Kalifornien wassern. Der Zeitplan kann sich erneut ändern, da der genaue Landeort erst in Abhängigkeit von Wetter und Seegang festgelegt wird.
Gemeinsam mit Adenot kehren die NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway sowie der russische Kosmonaut Andrey Fedyaev zurück. Die vier Raumfahrer waren rund acht Monate auf der Raumstation im Einsatz. Vor dem Abflug wird ihre Kapsel mit persönlicher Ausrüstung, wissenschaftlichen Proben und weiterer Fracht beladen, die zur Erde gebracht werden soll.
Der Aufschub beeinträchtigt den laufenden Betrieb der Station nicht. Die Nachfolgemission Crew-13 traf bereits am 1. Oktober ein. Ihr gehören die NASA-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, der kanadische Astronaut Joshua Kutryk sowie der russische Kosmonaut Sergej Teteryatnikov an. Nach ihrer Ankunft hielten sich elf Menschen auf dem Außenposten im Erdorbit auf. Damit bleibt die Station auch nach dem Abflug von Crew-12 ausreichend besetzt.
Am 4. Oktober soll Meir das Kommando offiziell an den russischen Kosmonauten Pjotr Dubrov übergeben. Mit der Zeremonie wechselt die Verantwortung für den Stationsbetrieb von der scheidenden Besatzung zu den verbleibenden und neu eingetroffenen Raumfahrern. Anschließend können die letzten organisatorischen Vorbereitungen für die Heimreise beginnen.
Vor der Freigabe des Rückflugs prüfen die Missionsleitungen die Einsatzbereitschaft der Dragon-Kapsel und der Bergungsteams. Ausschlaggebend sind zudem Wind, Wellenhöhe, Sicht und mögliche Gewitter im Zielgebiet. Eine weitere Wetterbewertung ist etwa 48 Stunden vor dem geplanten Abdocken vorgesehen. Erst danach sollen der endgültige Abflugzeitpunkt und das Gebiet der Wasserlandung feststehen.
Die Verschiebung dient der Sicherheit in der letzten Missionsphase. Bei einer Wasserlandung müssen Fallschirme, Bergungsschiffe und Hubschrauber unter verlässlichen Bedingungen eingesetzt werden können. Nach Angaben der NASA wird der konkrete Rückkehrort deshalb möglichst spät ausgewählt, wenn die Entwicklung des Wetters vor Kalifornien genauer absehbar ist.
Quellen
- Franceinfo
- NASA
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).