Politik & Gesellschaft

Schwer verletzter Autofahrer in Chambéry gestorben

Nach einer Polizeikontrolle ist ein junger Autofahrer in Chambéry an einer Schussverletzung gestorben. Die Polizeiaufsicht untersucht den Vorgang; die Dienstwaffen der beteiligten Beamten wurden laut Staatsanwaltschaft nicht abgefeuert.

Chambéry – 08.09.2026: Ein junger Autofahrer, der in der Nacht zum Dienstag nach einer Polizeikontrolle in Chambéry mit einer Schussverletzung aufgefunden worden war, ist gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag mit. Bereits in der Nacht hatte der Vorfall in der savoyischen Stadt schwere Ausschreitungen ausgelöst.

Nach Angaben der Behörden hatte der Fahrer eine Anhalteaufforderung der Polizei missachtet. Wenig später fanden Beamte ihn schwer verletzt in seinem Fahrzeug. Rettungskräfte brachten den Mann in das Krankenhaus von Chambéry, wo er seinen Verletzungen erlag. Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte zunächst weder seinen Namen noch nähere persönliche Angaben. Auch die genaue Abfolge zwischen der versuchten Kontrolle und dem Auffinden des Verletzten ist ungeklärt.

Die unmittelbar vorgenommenen Überprüfungen der Dienstwaffen hätten ergeben, dass die beteiligten Polizisten nicht geschossen hätten, erklärte der zuständige Staatsanwalt. Bei der Kontrolle der Waffen sei keine fehlende Munition festgestellt worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es demnach keinen Hinweis darauf, dass die Schussverletzung durch eine Dienstwaffe der eingesetzten Beamten verursacht wurde. Woher der tödliche Schuss kam, ist damit jedoch nicht geklärt.

Die Staatsanwaltschaft von Chambéry hat die Generalinspektion der Nationalpolizei eingeschaltet. Die als IGPN bekannte Polizeiaufsicht soll die Kontrolle, die Verletzung des Fahrers und das Handeln der Einsatzkräfte rekonstruieren. Für Mittwoch, den 9. September 2026, ist eine rechtsmedizinische Obduktion vorgesehen. Sie soll nähere Erkenntnisse über die Todesursache und die Art der Verletzung liefern. Daneben dürften kriminaltechnische Untersuchungen und Zeugenaussagen für die Rekonstruktion maßgeblich sein.

In mehreren Vierteln von Chambéry sowie im benachbarten Cognin kam es während der Nacht zu Gewalt und Sachbeschädigungen. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden öffentliche Gebäude angegriffen. Ein Sozialzentrum brannte vollständig aus. Die Stadt schloss am Dienstag eine Bezirksverwaltung vorübergehend für den Publikumsverkehr. Feuerwehr, Polizei und städtische Beschäftigte waren über Stunden im Einsatz.

Die Präfektin des Départements Savoie, Vanina Nicoli, und Chambérys Bürgermeister Thierry Repentin riefen zur Ruhe auf und verwiesen auf die Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft. Für die Nacht zum Mittwoch wurden zusätzliche Polizeikräfte angekündigt, insbesondere für das Quartier Biollay. Zu möglichen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen machten die Behörden zunächst keine Angaben. Gesichert ist bislang lediglich, dass der Fahrer nach der versuchten Kontrolle mit einer Schussverletzung gefunden wurde und die überprüften Dienstwaffen nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht abgefeuert worden waren.

Quellen

  • Franceinfo
  • Stadt Chambéry
  • TF1 Info
  • La Dépêche du Midi
  • Justice.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels