Périgueux – 11.07.2026: Nach schweren Gewittern im Südwesten Frankreichs sind weiterhin zahlreiche Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen sind die Départements Dordogne und Gironde. Nach Angaben des Netzbetreibers Enedis waren auf dem Höhepunkt der Störungen bis zu 20.000 Kunden vom Stromnetz getrennt. Einsatzteams arbeiten daran, beschädigte Leitungen zu sichern und die Versorgung schrittweise wiederherzustellen.
Die Gewitter zogen am Freitag, 10. Juli, über Teile von Nouvelle-Aquitaine hinweg. Kräftige Windböen, intensiver Regen, Hagel und eine ausgeprägte Blitzaktivität verursachten Schäden an der Infrastruktur. Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste trafen örtlich Stromleitungen oder versperrten Straßen. In der Gemeinde Vitrac im Département Dordogne meldeten die örtlichen Dienste am Abend zwei Bäume auf Fahrbahnen.
Auch Brände wurden infolge von Blitzeinschlägen gemeldet. Die Lage ist wegen der trockenen Vegetation und der anhaltend hohen Temperaturen besonders angespannt. Die Präfektur der Dordogne hatte bereits vor dem Gewitterdurchzug auf eine erhöhte Waldbrandgefahr hingewiesen. Feuerwehr, kommunale Dienste und Netztechniker mussten deshalb parallel Schäden an Straßen, Stromanlagen und in gefährdeten Naturflächen bearbeiten.
Enedis setzt bei der Wiederherstellung der Versorgung auf Reparaturen vor Ort sowie auf Netzumschaltungen, mit denen nicht beschädigte Leitungsabschnitte wieder unter Spannung gesetzt werden können. Priorität haben dabei die sichere Beseitigung akuter Gefahren und die Wiederanbindung möglichst vieler Kunden. Für einzelne Orte kann die Reparatur länger dauern, wenn Leitungen durch Bäume beschädigt wurden oder der Zugang zu den Schadensstellen erschwert ist.
Die Stromausfälle treffen die betroffenen Haushalte in einer Phase großer Hitze. Ohne Ventilatoren, Kühlgeräte oder Klimatisierung kann die Belastung in Wohnungen und Häusern deutlich steigen. Besonders aufmerksam sollten Angehörige und Nachbarn auf ältere Menschen, Säuglinge, chronisch Kranke und Personen achten, die auf elektrisch betriebene medizinische Geräte angewiesen sind.
Die Behörden raten außerdem, beschädigte Stromleitungen nicht zu berühren und Absperrungen an Einsatzstellen zu beachten. Wer einen Kabelschaden, einen umgestürzten Baum auf einer Leitung oder einen Brand entdeckt, soll die Rettungsdienste oder den Netzbetreiber verständigen. Aufräumarbeiten auf Privatgrundstücken sollten erst erfolgen, wenn keine Gefahr durch Strom führende Leitungen mehr besteht.
Für den Südwesten bleibt die Wetterlage wechselhaft. Die Gewitter haben die Hitze nicht überall dauerhaft beendet. Deshalb bleibt die Kombination aus hohen Temperaturen, trockenen Flächen und möglichen weiteren lokalen Gewittern ein Risikofaktor für Stromversorgung, Verkehr und Waldbrandbekämpfung in der Region.
Quellen
- Franceinfo
- Enedis
- Präfektur der Dordogne
- Gemeinde Vitrac
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).