Kumamoto – 28.07.2026: Ein starkes Erdbeben hat am Dienstagnachmittag die japanische Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu erschüttert. Nach ersten internationalen Messungen erreichte es eine Magnitude von 7,1; der US-Erdbebendienst korrigierte seine Schätzung später auf 6,8. In den Städten Uki und Hikawa wurde die höchste japanische Erdbebenintensität von 7 registriert. Die Behörden verschafften sich am Abend weiterhin einen Überblick über die Schäden.
Das Beben ereignete sich um 16.27 Uhr Ortszeit und war in weiten Teilen Kyushus deutlich zu spüren. Für die Ariake-See und die Yatsushiro-See galt zunächst eine Tsunami-Warnung. Sie wurde um 18.10 Uhr aufgehoben, nachdem keine Tsunamiwelle festgestellt worden war. Die zuständige Behörde registrierte anschließend weitere kräftige Erschütterungen, darunter mehrere Nachbeben mit einer Intensität von 5- auf der japanischen Skala.
Besonders kritisch war die Lage in Kashima nahe Kumamoto. Dort stürzte nach Angaben der japanischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde ein Teil des zweiten Stockwerks eines Einkaufszentrums ein. Zahlreiche Menschen waren am Abend in dem Gebäude eingeschlossen. Einsatzkräfte aus Kashima und Kumamoto beteiligten sich an der Rettung. Eine belastbare Zahl der Betroffenen enthielt der jüngste offizielle Lagebericht noch nicht.
Aus mehreren Kommunen gingen zahlreiche Notrufe ein. Die Feuerwehr meldete Brände und Rettungseinsätze unter anderem in Uki, Hikawa, Kumamoto, Yatsushiro, Uto, Mifune, Kashima und Kosa. In Yatsushiro stürzte der Schornstein einer Fabrik ein. Bis 21 Uhr Ortszeit waren der nationalen Feuerwehrbehörde keine Schäden an wichtigen Einrichtungen gemeldet worden. Verletzte und Gebäudeschäden wurden jedoch weiterhin erfasst.
Die Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi richtete einen Krisenstab ein. Mehrere Präfekturen entsandten Feuerwehr- und Spezialeinheiten nach Kumamoto, darunter Fukuoka, Oita, Miyazaki, Saga, Okayama, Hiroshima, Yamaguchi und Kagoshima. Hubschrauber sowie Flugzeuge des Verteidigungsministeriums wurden eingesetzt, um das betroffene Gebiet aus der Luft zu erkunden.
Der Bahnverkehr auf Kyushu wurde für Sicherheitskontrollen unterbrochen. Auch der Flughafen Aso Kumamoto sperrte seine Start- und Landebahn vorübergehend. Die japanische Atomaufsicht meldete nach ersten Kontrollen keine Unregelmäßigkeiten an drei nahe gelegenen Kernkraftwerken.
Das Verkehrsministerium und die Wetterbehörde senkten außerdem die Schwellenwerte für Erdrutschwarnungen in besonders stark betroffenen Gemeinden. Nach den Erschütterungen kann der Untergrund instabil sein; Regen erhöht dort die Gefahr von Hangrutschen. Die Regelung betraf vor allem Orte in Kumamoto sowie einzelne Gemeinden in den Präfekturen Nagasaki und Kagoshima.
Quellen
- Japanische Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde
- Japanisches Kabinett
- Japanisches Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus
- Associated Press
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).