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Selenskyj fordert mindestens fünf Prozent der US-Patriot-Abfangraketen für die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf deutlich mehr Patriot-Abfangraketen aus den USA. Nach schweren russischen Angriffen auf Kyjiw verweist er auf eine wachsende Lücke in der ukrainischen Luftverteidigung.

Kyjiw – 13.08.2026: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, der Ukraine mindestens fünf Prozent ihrer Patriot-Abfangraketen bereitzustellen. Diese Menge könne nach seiner Darstellung dazu beitragen, die Städte des Landes vor russischen ballistischen Raketen zu schützen. Selenskyj verknüpfte die Forderung mit dem Hinweis auf sinkende Lieferungen und den hohen Verbrauch der ukrainischen Luftverteidigung.

Der Appell folgt auf einen schweren russischen Angriff auf Kyjiw und das Umland Anfang August. Nach ukrainischen Angaben wurden dabei 28 ballistische Raketen abgefeuert, von denen keine abgefangen werden konnte. Bei dem Angriff kamen 17 Menschen ums Leben, mindestens 44 weitere wurden verletzt. Getroffen wurden unter anderem Wohngebäude sowie zivile Infrastruktur in der Hauptstadtregion.

Ballistische Raketen gelten für die ukrainische Luftverteidigung als besonders schwer abzuwehren. Sie erreichen ihr Ziel in kurzer Zeit und fallen mit hoher Geschwindigkeit auf die angegriffenen Gebiete herab. Die Ukraine setzt nach eigenen Angaben vor allem auf das US-System Patriot, um solche Flugkörper zu bekämpfen. Andere verfügbare Systeme seien gegen Marschflugkörper und Drohnen zwar wirksam, böten aber nicht dieselbe Fähigkeit gegen ballistische Angriffe.

Selenskyj hatte bereits in den vergangenen Wochen wiederholt auf den Mangel an Patriot-Abfangraketen hingewiesen. Nach seinen Angaben erhielt die Ukraine im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Luftverteidigungsmunition als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass die ukrainische Regierung bei der Versorgung mit Abfangraketen erhebliche Engpässe sieht.

Die Forderung richtet sich an Washington, weil die Patriot-Systeme und die dafür benötigten Raketen aus den USA stammen. Selenskyj hatte im Juli zudem über eine mögliche Lizenzproduktion von Patriot-Raketen in der Ukraine gesprochen. Konkrete Vereinbarungen über einen Produktionsbeginn wurden bislang jedoch nicht öffentlich bestätigt. Das ukrainische Präsidialamt erklärte wiederholt, dass zusätzliche Lieferungen kurzfristig dringend benötigt würden.

Russland hat seine Angriffe mit ballistischen Raketen nach ukrainischen und westlichen Berichten zuletzt verstärkt. Diese Waffen werden insbesondere gegen Großstädte, Energieanlagen und logistische Ziele eingesetzt. Die ukrainische Führung fordert deshalb neben Abfangraketen auch neue Sanktionen gegen russische Rüstungsunternehmen und Zulieferer, die an der Herstellung ballistischer Raketen beteiligt sind.

Für die ukrainische Bevölkerung entscheidet die Verfügbarkeit der Abfangraketen unmittelbar über den Schutz dicht besiedelter Gebiete. Die jüngsten Angriffe auf Kyjiw haben gezeigt, dass fehlende Patriot-Munition bei massierten Raketenangriffen kaum durch andere Mittel ausgeglichen werden kann. Selenskyjs Forderung nach einem fest definierten Anteil der US-Bestände setzt die Debatte über Vorräte, Produktion und militärische Hilfe erneut unter Druck.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Präsidialamt der Ukraine

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).