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Aktuell · 28.06.2026 22:07

Serena Williams kritisiert Anti-Doping-Regeln vor Wimbledon-Comeback

Serena Williams äußert vor ihrem Comeback in Wimbledon scharfe Kritik an den Anti-Doping-Regeln des Tennis. Sie bezeichnet das System als „unprofessionell“ und „zermürbend“.

London – 28.06.2026: Serena Williams, die 44-jährige US-amerikanische Tennisspielerin, bereitet sich auf ihr Comeback bei den Wimbledon Championships vor. Zwei Tage vor ihrem ersten Einzelmatch seit 2022, am 30. Juni 2026 gegen die Australierin Maya Joint, äußerte Williams in einer Pressekonferenz deutliche Kritik an den aktuellen Anti-Doping-Regeln im Tennis.

"Es ist zermürbend. Die Regeln wurden geändert, und ich kannte einige davon nicht“, sagte Williams. „Anscheinend gilt es als verpasster Test, wenn man einen Test außerhalb seines Zeitfensters verpasst. Aber ich denke, ich kann meine Kinder nicht abholen, wenn ich ständig erreichbar sein muss.“

Sie kritisierte insbesondere die Möglichkeit, dass Tests auch außerhalb des ursprünglich zugewiesenen einstündigen Zeitfensters durchgeführt werden können. Williams bezeichnete dies als „unprofessionell“ und ergänzte: „Ich hasse es. Ich halte das Kontrollsystem für notwendig, aber wenn ich außerhalb meines Zeitfensters irgendwo hingehen möchte, sollte das erlaubt sein, ohne dass es als verpasster Test gilt.“

Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) reagierte auf Williams´ Kritik und stellte klar, dass sich an den Aufenthaltsregeln in den vergangenen Jahren nichts geändert habe. Ein ITIA-Sprecher erklärte: „Wenn ein Dopingkontrolleur einen Spieler während seines zugewiesenen Zeitfensters nicht erreicht, kann dies als ‚Strike‘ gewertet werden. Drei solcher Verstöße können zu einer Anklage führen. Ein Tester, der einen Spieler außerhalb dieses Zeitfensters nicht erreichen kann, bewertet dies jedoch nicht als Strike.“

Williams, die im Laufe ihrer Karriere 23 Grand-Slam-Titel gewonnen hat, gab zu, dass die strengen Anti-Doping-Regeln für sie einer der Hauptgründe waren, vorerst auf ein Comeback zu verzichten: „Es war eines der größten Hindernisse, weil mein Leben sehr voll ist. Ich leite ein Unternehmen, reise viel und habe Kinder. Ich könnte zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Städten sein.“

Trotz ihrer Vorbehalte bereitet sich Williams intensiv auf ihr erstes Einzelmatch bei einem Grand-Slam-Turnier seit 2022 vor. Sie wird am 30. Juni 2026 in der ersten Runde von Wimbledon gegen die Australierin Maya Joint antreten. Außerdem plant sie, im Doppel an der Seite ihrer Schwester Venus Williams teilzunehmen.

Serena Williams' Rückkehr auf den Tennisplatz wird mit großer Erwartung verfolgt. Sie zählt zu den erfolgreichsten Spielerinnen der Geschichte und ihre Comeback-Matches wecken weltweit großes Interesse. Die Diskussion um die Anti-Doping-Regeln zeigt indes, wie komplex die Rahmenbedingungen für ein Comeback im Profisport sein können und welche Herausforderungen Athletinnen und Athleten dabei bewältigen müssen.

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