Politik & Gesellschaft

Sieben Verdächtige nach Waffenfund in den Yvelines angeklagt

In den Yvelines sind sieben Männer wegen mutmaßlichen Waffenhandels angeklagt worden. Ermittler stellten 47 gefälschte Glock-Pistolen und 120.000 Euro sicher.

Mantes-la-Jolie – 19.09.2026: Nach der Zerschlagung eines mutmaßlichen Netzwerks für den Handel mit gefälschten Schusswaffen sind im Département Yvelines sieben Männer angeklagt worden. Sie wurden nach Angaben von franceinfo am Freitag, dem 18. September, in Versailles der Justiz vorgeführt. Die Vorwürfe lauten auf Waffenhandel und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Im Zentrum des Verfahrens stehen 47 mutmaßlich gefälschte Pistolen der Marke Glock, die bei dem Zugriff sichergestellt wurden. Hinzu kamen nach Medienberichten 120.000 Euro Bargeld. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass die Waffen an Strukturen des Drogenhandels im Großraum Paris verkauft werden sollten. Zu den Empfängern und möglichen früheren Lieferungen liegen bislang keine öffentlich bestätigten Angaben vor.

Die Beschuldigten sind türkische Staatsangehörige im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Sie sollen seit November 2025 an dem Handel beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungen betreffen Mantes-la-Jolie und weitere Orte in den Yvelines westlich von Paris. Festnahmen und Durchsuchungen waren demnach das Ergebnis einer länger dauernden Untersuchung der Sicherheitsbehörden.

Eine wesentliche Rolle wird nun die kriminaltechnische Untersuchung der beschlagnahmten Pistolen spielen. Sie soll klären, wo die Waffen hergestellt oder zusammengesetzt wurden, ob sie funktionsfähig sind und ob sich Spuren zu früheren Straftaten finden lassen. Auch Seriennummern, Bauteile und mögliche Veränderungen können Hinweise auf Beschaffungswege und beteiligte Händler geben. Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden noch nicht veröffentlicht.

Gefälschte Schusswaffen sind für die Ermittler ein besonderes Problem, weil sie außerhalb regulärer Vertriebswege in Umlauf gelangen und ihre Herkunft häufig schwer nachzuvollziehen ist. Entscheidend ist dabei weniger das äußere Erscheinungsbild als die technische Beschaffenheit: Je nach Herstellung können Nachbauten voll funktionsfähig sein oder aus umgebauten Teilen bestehen. Welche Merkmale die in den Yvelines sichergestellten Waffen aufweisen, ist bislang offen.

Nach Angaben von Le Parisien untersuchen die Behörden zudem mögliche Verbindungen der Verdächtigen zu der türkischen kriminellen Gruppierung Daltonlar. Eine solche Verbindung ist bislang weder gerichtlich festgestellt noch abschließend belegt. Die Ermittler prüfen, ob das mutmaßliche Netzwerk mehrere Abnehmer belieferte und über weitere Lagerorte verfügte.

Mit den Anklagen beginnt die gerichtliche Aufarbeitung eines Verfahrens, dessen Umfang noch nicht vollständig feststeht. Gesucht wird unter anderem nach möglichen Komplizen, Lieferanten und Käufern. Den bislang konkret bezifferten Kern der Ermittlungen bilden die 47 Pistolen und das sichergestellte Bargeld in Höhe von 120.000 Euro.

Quellen

  • franceinfo
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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