Wirtschaft

Sieben von zehn Franzosen fürchten um ihre Kaufkraft

Eine Elabe-Umfrage belegt wachsende Sorgen über die Kaufkraft. Vor allem hohe Kraftstoff- und Energiepreise engen den finanziellen Spielraum vieler Haushalte ein.

Paris – 18.09.2026: Sieben von zehn Französinnen und Franzosen erwarten in den kommenden Monaten eine Verschlechterung ihrer Kaufkraft. Das geht aus einer am 16. September veröffentlichten Elabe-Umfrage für BFMTV hervor. Die Sorge wächst in einer Phase hoher Kraftstoffpreise: Viele Haushalte prüfen ihre Ausgaben genauer und sehen ihren finanziellen Spielraum schwinden.

Für die Erhebung wurden am 15. und 16. September 1.012 Erwachsene befragt; die Ergebnisse wurden nach der Quotenmethode gewichtet. Gegenüber einer vergleichbaren Umfrage vom Juni 2025 stieg der Anteil der Pessimisten den veröffentlichten Angaben zufolge um 21 Prozentpunkte. Erfasst wurden Erwartungen, keine tatsächlich eingetretenen Einkommensverluste. Die Zahlen beschreiben daher vor allem das wirtschaftliche Klima in den Haushalten.

Besonders spürbar sind die Kosten an den Tankstellen. Nach Angaben der französischen Generaldirektion für Energie und Klima lagen die landesweiten Durchschnittspreise für Benzin und Diesel am 11. September deutlich über zwei Euro je Liter. Wer für den Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder für alltägliche Besorgungen auf das Auto angewiesen ist, kann solchen Preissteigerungen kaum ausweichen. Sie schlagen unmittelbar auf das monatliche Budget durch und lassen weniger Geld für andere Ausgaben.

Präsident Emmanuel Macron beriet am Freitag im Élysée-Palast mit den Vorsitzenden der im Parlament vertretenen Parteien über die Folgen internationaler Konflikte für Sicherheit und Alltag. Dabei ging es auch um die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf Energiepreise und Lieferwege. Frankreich bemüht sich nach Angaben des Präsidentenpalasts um eine Wiederöffnung der Straße von Hormus und um die Absicherung seiner Energieimporte.

Zudem wurde ein Treffen der Gruppe der sieben führenden Industrienationen zur Energiekrise angekündigt. Die beteiligten Staaten sollen ihre Maßnahmen zu Reserven und Lieferungen abstimmen. Die französische Regierung will zugleich Importwege, Produktionskapazitäten und Logistik stabilisieren. Ob und wann diese Schritte die Preise für Verbraucher dämpfen, lässt sich bislang nicht beziffern.

Für den Staat verschärft die Entwicklung den Konflikt zwischen Entlastungen und Haushaltsdisziplin. Premierminister Sébastien Lecornu verlangt zusätzliche Einsparungen im Staatshaushalt 2027. Gleichzeitig verlängerte die Regierung Kraftstoffhilfen, um besonders betroffene Haushalte vor einem Teil der Mehrkosten zu schützen.

Die Kaufkraftsorgen reichen damit über den Preis an der Zapfsäule hinaus. Dauerhaft höhere Ausgaben für Mobilität und Energie verändern, was Familien für Lebensmittel, Freizeit oder Rücklagen aufbringen können. Nach der Elabe-Erhebung rechnet inzwischen eine deutliche Mehrheit mit einer weiteren Verschlechterung ihrer finanziellen Lage.

Quellen

  • Franceinfo: Bericht über Kaufkraftsorgen französischer Haushalte, 18. September 2026
  • Élysée-Palast: Treffen mit Parteivorsitzenden zur internationalen Lage, 18. September 2026
  • Agence France-Presse: Bericht über Kaufkraftsorgen und Kraftstoffhilfen, 16. September 2026
  • Connaissance des Énergies mit Agence France-Presse: Elabe-Umfrage und Kraftstoffpreise, 16. September 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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