Bordeaux – 29.07.2026: Die SNCF setzt den TGV-Verkehr südlich von Bordeaux bis Sonntag, 2. August, aus. Grund sind die schweren Waldbrände in den Départements Gironde und Landes. Sie beeinträchtigen einen zentralen Verkehrskorridor im Südwesten Frankreichs; nach Angaben der regionalen Behörden sind Straßen- und Schienenverbindungen betroffen.
Die aus Paris kommenden Hochgeschwindigkeitszüge enden überwiegend in Bordeaux. Die Sperrung betrifft vor allem Verbindungen nach Dax, Bayonne, Hendaye, Pau und Tarbes. Für die Strecke über Agen nach Toulouse hatte die SNCF bereits am 28. Juli einzelne Ausnahmen vorgesehen. Auf den übrigen Linien südlich von Bordeaux wurde der Betrieb aufgrund behördlicher Sicherheitsvorgaben eingestellt.
Verkehrsminister Philippe Tabarot kündigte an, die außerordentliche Kulanzregelung bis einschließlich Dienstag, 4. August, zu verlängern. Reisende, deren Verbindung von den Ausfällen betroffen ist, können ihre Reservierung ohne Gebühren ändern oder stornieren. Für die Abwicklung verweist die SNCF auf den jeweils genutzten Vertriebskanal sowie auf persönliche Benachrichtigungen per E-Mail oder SMS. Fahrgäste sollten deshalb vor der Abreise prüfen, ob ihr Zug tatsächlich verkehrt.
Die Unterbrechung fällt in eine besonders reisestarke Phase der französischen Sommerferien. Der Bahnhof Bordeaux-Saint-Jean verbindet die Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Paris mit den Bahnlinien zur Atlantikküste, ins französische Baskenland und in Richtung Pyrenäen. Eine weiträumige Umleitung ist nur eingeschränkt möglich, da auch mehrere regionale Streckenabschnitte nicht bedient werden. Für Reisende zu Urlaubsorten an der Küste können sich dadurch längere Fahrtzeiten oder zusätzliche Übernachtungen ergeben.
Ein bedeutender Brandherd liegt im Gebiet von Saumos und Le Porge im Westen der Gironde. Wegen der außergewöhnlich hohen Waldbrandgefahr ordnete die Präfektur umfassende Schutzmaßnahmen an. Nach Angaben der Gendarmerie war das Feuer seit dem 22. Juli nur schwer einzudämmen. Einsatzkräfte aus mehreren Regionen wurden zur Unterstützung in die betroffenen Gebiete entsandt.
Die Region Nouvelle-Aquitaine empfiehlt, bis zum 31. Juli auf nicht zwingende Reisen in die besonders betroffenen Gebiete der Gironde und der Landes zu verzichten. Auch nach einer möglichen Freigabe einzelner Verbindungen müssen Fahrgäste daher mit kurzfristigen Änderungen rechnen. Die SNCF macht die Wiederaufnahme des Betriebs von den Sicherheitsentscheidungen der zuständigen Behörden abhängig.
Mit der angekündigten Aussetzung bis Sonntag erhalten Reisende zwar einen vorläufigen Planungsrahmen für das Wochenende. Einen belastbaren Termin für die vollständige Wiederaufnahme des Zugverkehrs südlich von Bordeaux nannten die Behörden jedoch nicht.
Quellen
- Franceinfo
- SNCF Voyageurs
- Region Nouvelle-Aquitaine Verkehr
- Gendarmerie nationale
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).